Mars-Hubschrauber hebt zum zweiten Mal ab Mars-Heli „Ingenuity“ fliegt höher und weiter

Der  Nasa-Helikopter „Ingenuity“ hat seinen zweiten Flug auf dem Mars erfolgreich absolviert. Der „Perseverance“-Rover der Nasa machte am 22. April 2021 dieses Foto mit einer seiner Kameras. Foto: Nasa/JPL-Caltech/MSSS 6 Bilder
Der Nasa-Helikopter „Ingenuity“ hat seinen zweiten Flug auf dem Mars erfolgreich absolviert. Der „Perseverance“-Rover der Nasa machte am 22. April 2021 dieses Foto mit einer seiner Kameras. Foto: Nasa/JPL-Caltech/MSSS

Der erste Flug von „Ingenuity“ war historisch, der zweite dafür höher und länger. Der Mars-Helikopter der US-Raumfahrtbehörde Nasa ist erneut über der Oberfläche des Roten Planeten geschwebt.

Leben: Markus Brauer (mb)
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Washington - Wenige Tage nach seinem historischen Erstflug hat der Mini-Hubschrauber „Ingenuity“ einen zweiten Flug auf dem Mars absolviert. Der Flug am Donnerstag sei höher und länger ausgefallen, zudem habe sich der Helikopter auch seitwärts bewegt, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit.

„Die Messwerte, die wir bislang bekommen und analysiert haben, sagen uns, dass der Flug unsere Erwartungen erfüllt hat und unsere vorherigen Computermodelle korrekt waren“, sagte Nasa-Ingenieur Bob Balaram.

Zweiter Flug dauerte 51,9 Sekunden

Am Montag hatte „Ingenuity“ (auf Deutsch etwa: Einfallsreichtum) als erstes Luftfahrzeug einen Flug auf einem anderen Planeten absolviert. Der mit Lithium-Ionen-Akkus betriebene und rund 1,8 Kilogramm schwere Helikopter stieg dabei auf eine Höhe von etwa drei Metern auf und schwebte dann etwa 30 Sekunden, bevor er wieder landete. Insgesamt dauerte der Flug 39,1 Sekunden.

Beim zweiten Flug kletterte „Ingenuity“ nun auf eine Höhe von fünf Metern, schwebte dann auf der Stelle und flog schließlich zwei Meter zur Seite, bevor der Hubschrauber wieder landete. Insgesamt dauerte der Flug 51,9 Sekunden. In den kommenden Wochen sind weitere Flüge geplant.

Extreme Bedingungen auf dem Roten Planeten

Der Hubschrauber muss auf dem Mars extremen Bedingungen trotzen: Nachts ist es bis zu minus 90 Grad Celsius kalt, was für Batterien und Elektronik leicht das Todesurteil bedeuten kann.

Wegen der dünnen Atmosphäre, die grob nur ein Prozent so dicht ist wie die auf der Erde, müssen die Rotoren von „Ingenuity“ auf 2537 Umdrehungen pro Minute beschleunigen – ein Vielfaches von Hubschraubern auf der Erde. Die Energie für diese Kraftanstrengung zieht „Ingenuity“ aus seiner durch Sonnenstrahlen gefütterten Batterie.

Reise von 472 Millionen Kilometern

Der Mini-Helikopter war an Bord des Nasa-Rovers „Perseverance“ (auf Deutsch etwa: Durchhaltevermögen) Ende Februar – nach 203 Flugtagen und 472 Millionen zurückgelegten Kilometern – mit einem riskanten Manöver in einem ausgetrockneten Mars-See namens „Jezero Crater“ aufgesetzt.

Entwicklung und Bau des rund 2,5 Milliarden Dollar (etwa 2,2 Milliarden Euro) teuren Rovers hatten acht Jahre gedauert. Er soll auf dem Mars nach Spuren früheren mikrobiellen Lebens fahnden sowie das Klima und die Geologie des Planeten erforschen.




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