Matthias Holtmann auf dem SWR-Sommerfestival Korrekte Witze sind nicht sein Ding

Matthias Holtmann (rechts) mit seiner Truppe beim SWR-Sommerfestival auf dem Schlossplatz. Foto: Mohr/SWR
Matthias Holtmann (rechts) mit seiner Truppe beim SWR-Sommerfestival auf dem Schlossplatz. Foto: Mohr/SWR

„Feelin Alright“ auf dem Schlossplatz: Bei „Pop & Poesie in concert“ mit Radio-Legende Matthias Holtmann haben sich 5000 Besucher bestens gefühlt. Das befürchtete Gewitter zog vorbei. Die fünfte Staffel der Show trägt als Titel den Hit von Joe Cocker.

Lokales: Uwe Bogen (ubo)
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Stuttgart - Schnoddrige Sprüche, großes Musikwissen und zuweilen unkorrekte Witze - dafür stand der an Parkinson erkrankte Moderator Matthias Holtmann in seiner jahrzehntelangen Radiozeit bei SDR 3 und SWR 1. Mit seiner Krankheit geht der 67-Jährige offen um und ist es selbst, der die fiesesten Behindertenwitze reißt. Der blinde Sänger Stevie Wonder, sagt er beim SWR-Sommerfestival auf dem ausverkauften Schlossplatz, habe sich am liebsten Mohnbrötchen bestellt - da stünden so viele schöne Geschichten drauf. An diesem Abend erzählt Holtmann selbst viele schöne Geschichten.

Die herausragende Band um den musikalischen Leiter Peter Grabinger hat einen wesentlich Anteil daran, dass die Show mit den übersetzten Pophits auch in der fünften Staffel funktioniert. Im Programm sind unter anderem „Highway to Hell“ von AC/DC, „Feel“ von Robbie Williams und „Don’t stop me now“ von Queen. Die Sitzplätze waren alle ausverkauft. Es gab nur noch Karten für Stehplätze. Unter den Gästen waren der frühere Motorsport-Chef Norbert Haug und Bandleader Berti Kiolbassa sowie zahlreiche SWR-Größen.

Das schlechter Wetter kam erst nach Showende

Seit 2008 reist Holtmann mit seiner Truppe durchs Land, um mit Schauspielern vorzutragen, um was es in den Hits geht, von denen man meist nur die Melodien kennt. Nach der Übersetzung wird das Stück von ausgezeichneten Musikern live gespielt. Der Schlossplatz bebte! Und weil wohl auch Petrus ein Holtmann-Fan ist, schickte er das Unwetter erst nach Showende.

Mit „Feelin Alright“, dem Song, mit dem Joe Cocker seine Konzerte eröffnet hat, versteht das Publikum rasch: Zum Wohlfühlen ist es egal, ob man jung oder alt, gesund oder krank ist. Musik verbindet alle.




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