Musical „Rocky“ in Stuttgart Ein echter und ein falscher Boxer auf dem Teppich

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Mit etlichen Prominenten auf dem roten Teppich hat am Mittwochabend das Musical „Rocky“ in Stuttgart Premiere gefeiert. Darunter waren der „Tatort“-Schauspieler Richy Müller, Barbara Becker und Daniela Katzenberger.

Richy Müller (mit Freundin Christl Stumhofer,) weiß, wie hart das Boxtraining ist. Foto:   11 Bilder
Richy Müller (mit Freundin Christl Stumhofer,) weiß, wie hart das Boxtraining ist. Foto:  

Stuttgart - Stage Entertainment, Sylvester Stallone, Vitali und Wladimir Klitschko präsentieren“, steht auf dem „Rocky“-Programmheft – nur leider hat keiner der drei Großen, die die Weltpremiere in Hamburg mitfeierten, Zeit für Stuttgart gehabt. Der eine hat mit der Politik in Kiew zu tun, der andere bereitet sich auf seinen nächsten Kampf vor – und der originale Rocky ist auf Promotiontour für den Boxfilm „Creed“. Aber ein echter Boxer hat es dann doch noch bis an den Ring geschafft, obwohl Sven Ottke an diesem Abend mehr am Genre Musical interessiert ist. Und was den aktiven Sport angeht, sagt der mit ihm zusammen eintrudelnde ehemalige Eiskunstläufer Norbert Schramm: „Wir haben beide das gleiche Hobby – Golf!“

Und dann wäre da noch jemand, der zumindest mal einen Boxer gespielt hat: Richy Müller im „Tatort“ – vor seiner Zeit als Kommissar. „Das war ein sehr gutes Training“, sagt er, und ansonsten fasziniere ihn an „Rocky“, dass es im übertragenen Sinne „die eigene Geschichte von Sylvester Stallone ist: vom Underdog zum Weltstar“. Walter Sittler hat es nicht so sehr mit diesem Kampfsport, weiß aber ebenso die Lebensleistung von Stallone zu schätzen. Der Schauspielkollege Sven Martinek bringt da schon etwas mehr Begeisterung mit, hat bereits den einen oder anderen Fight gesehen und zieht einen Vergleich zwischen Sport und Musical: „Boxen ist immer auch Show. Dass sich die Silberrücken präsentieren, gehört einfach dazu.“

Zu blutig sollte das Boxen aber nicht sein

Aber auch so manche Dame ist diesem Sport nicht abgeneigt. Die Schauspielerin Alena Gerber hat sogar selbst mal geboxt, „bis ich zu sehr eins auf die Nase bekommen habe“. Die mehrfache Leichtathletikweltmeisterin Heike Drechsler „mag Boxen, wenn es nicht zu blutig ist“ und nennt als ihren ewigen Favoriten Henry Maske. Patricia Blanco ist mehr Muhammad-Ali-Fan, obwohl sie eigentlich zu jung dafür ist und die großen Kämpfe nicht live erleben konnte. Und Daniela Katzenberger? Ist das erste Mal seit der Geburt ihres Kindes wieder auf dem roten Teppich – und das erste Mal überhaupt im Musical. Sie ist direkt aus Ludwigshafen gekommen, die kleine Sophia ist bei der Oma. Dank Low-Carb und Bewegung habe sie wenige Monate nach der Geburt schon wieder 18 Kilo abgenommen. Dabei schätzt doch der sie begleitende Lucas Cordalis an Frauen das eine oder andere Kilo mehr, wie er der Klatschpresse im Blitzlichtgewitter gesteht.

Angetan von „Rocky“ waren eigentlich alle, und wenn man Barbara Becker fragt, ob sie es generell mehr mit dem Boxen oder mit dem Musical hat, sagt sie natürlich: „Es ist immer das Musical!“ Besonders dieses, dessen fulminantes Finale nahtlos in den großen Schlussapplaus überging.

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