Netze BW Schon dieses Jahr klimaneutral

Ein großer Teil der CO2-Emissionen der Netze BW stammt aus unvermeidbaren Durchleitungsverlusten. Foto: Netze BW
Ein großer Teil der CO2-Emissionen der Netze BW stammt aus unvermeidbaren Durchleitungsverlusten. Foto: Netze BW

Netze BW schafft es, schon in diesem Jahr klimaneutral zu sein. Noch allerdings muss das Unternehmen so manche Emission kompensieren.

Wirtschaft: Eva Drews (ave)
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Stuttgart - Kurz vor Jahresende hat der baden-württembergische Verteilnetzbetreiber Netze BW, eine Tochter der EnBW, eine frohe Botschaft zu verkünden: Dank mehr als 100 Maßnahmen im Unternehmen werde Netze BW bereits in diesem Jahr klimaneutral. Das erfuhr unsere Zeitung bereits vor der offiziellen Veröffentlichung. Dabei hat es das Unternehmen nicht einfach, denn bis zu 90 Prozent seines CO2-Fußabdrucks entstehen durch Verlustenergie. Sie wird gebraucht, um physikalisch unvermeidbare Energieverluste bei der Durchleitung von Strom auszugleichen. Insgesamt geht es um etwa eine Milliarde Kilowattstunden jährlich, also eine Terawattstunde. Diesen Bedarf mit Ökostrom zu decken ist nicht vorgesehen.

Deshalb habe sich Netze BW damit beholfen, in der entsprechenden Menge Herkunftsnachweise für Ökostrom zu kaufen. „Glücklich macht uns das nicht“, so Geschäftsführer Christoph Müller. Netze BW führe intensive Gespräche mit Politik und Behörden, um Abhilfe zu schaffen. Zudem habe man den Eigenverbrauch auf Biogas und Ökostrom umgestellt und kompensiere auch die Emissionen durch Geschäftsreisen und das Pendeln der Belegschaft.

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Insgesamt decke Netze BW rund 15 Prozent seiner Emissionen über Kompensationszertifikate ab. Das sind beispielsweise Aufforstungen oder Projekte zur Förderung erneuerbarer Energien, wie sie beispielsweise auch Fluggesellschaften nutzen, um es ihren Kunden zu ermöglichen, die Emissionen eines Fluges auszugleichen. Unter dem Strich habe Netze BW bisher eine siebenstellige Summe ausgegeben, um klimaneutral zu werden – gemessen am Umsatz von 4,2 Milliarden Euro und dem Ergebnis nach Steuern von 116 Millionen Euro „ein vergleichsweise geringer Betrag“, so Müller.

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