Neue Stellen wegen Corona-Pandemie Mehr Personal für das Stuttgarter Gesundheitsamt

Die Corona-Fallzahlen in Stuttgart sind in den letzten Wochen stark gestiegen. Unser Bild zeigt eine Schlange vor dem Testzentrum auf dem Cannstatter Wasen. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth
Die Corona-Fallzahlen in Stuttgart sind in den letzten Wochen stark gestiegen. Unser Bild zeigt eine Schlange vor dem Testzentrum auf dem Cannstatter Wasen. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Die Landeshauptstadt investiert kurzfristig zwei Millionen Euro, damit Personal gegen die Corona-Pandemie eingestellt werden kann. Die Stellen sind bis Mitte 2021 befristet.

Stuttgart - Die Landeshauptstadt investiert bis Mitte 2021 rund zwei Millionen Euro in befristete Stellen, um die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen. Allein das Gesundheitsamt soll umgerechnet 46 zusätzliche Vollzeitkräfte erhalten. Das bisher wegen Corona in einem Pool aus der gesamten Verwaltung zusammengezogene Personal – 70 Mitarbeiter – und die 60 von der Bundeswehr bereitgestellten Kräfte reichten nicht aus.

Ärzte, Medizinstudenten und Naturwissenschaftler gesucht

Im Oktober waren die Infektionszahlen auf 2816 Infizierte und 6697 Kontaktpersonen gestiegen, in der ersten Welle im März hatte das Amt lediglich 784 Infizierte und 2733 Kontaktpersonen gezählt. Auf die Schnelle haben viele Teilzeitkräfte im Amt (die Quote liegt bei überdurchschnittlichen 65 Prozent) ihre Arbeitszeit erhöht, wodurch von August bis Ende November rechnerisch knapp sechs Vollzeitstellen geschaffen wurden.

Nun kommen durch den einstimmigen Beschluss im Verwaltungsausschuss am Mittwoch und absehbar vom Gemeinderat an diesem Donnerstag 46 hinzu. Die Stadt sucht vor allem Medizinstudenten, pensionierte Ärzte und Naturwissenschaftler mit Erfahrung im Infektionsschutz. Auch das Ordnungsamt erhält für die Kontaktnachverfolgung und Absonderungsanordnungen sowie die Gaststättenbehörde für die Bearbeitung der Anträge auf Außenbewirtschaftung befristet mehr Personal.




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