Notarzt im Stuttgarter Rotlichtviertel Wenn sich ein 80-jähriger Freier die Hüfte auskugelt

Von Uwe Bogen 

Wird ein Rettungswagen in ein Bordell gerufen, kann es für den Freier peinlich werden. Im Stuttgarter Leonhardsviertel brauchte jetzt ein 80-Jähriger Hilfe, weil er sich verletzt hatte. Die Geschichte wurde dann noch kurioser.

Im Stuttgarter Rotlichtviertel hat es einen 80-jährigen Freier erwischt. Foto: Lichtgut /Oliver Willikonsky
Im Stuttgarter Rotlichtviertel hat es einen 80-jährigen Freier erwischt. Foto: Lichtgut /Oliver Willikonsky

Stuttgart - Mit Blaulicht ab ins Rotlichtviertel: Ein Rettungswagen ist unlängst in das Stuttgarter Leonhardsviertel gerufen worden. Einem 80-jährigen Freier war in einem Bordell ein schmerzhaftes Missgeschick widerfahren. Der Mann hatte sich bei einer wohl etwas zu heftigen Betätigung im Eifer des Gefechts die Hüfte ausgekugelt. Er konnte sich kaum noch bewegen. Rasch stand die Diagnose „Hüftluxation“ fest.

Die Retter entschieden, den Senior, um ihm schnell helfen zu können, in ein nahes Krankenhaus zu transportieren.

Der Mann wollte in ein 40 Kilometer entferntes Krankenhaus

Als der 80-Jährige dies hörte, verfinsterte sich sein Blick umgehend, als hätten sich die Schmerzen noch weiter verstärkt. Man möge ihn unbedingt in ein etwa 40 Kilometer entferntes Krankenhaus in der Region bringen, bat er eindringlich, nicht in eines in Stuttgart, dies sei sehr wichtig. Traute der verunglückte Freier etwa der medizinische Kunst in der Landeshauptstadt nicht? Aber nein, erklärte er, in der Region sei er doch gerade bei einem Aufenthalt in einer Reha-Klinik untergebracht. Wie nur sollte der betagte Mann seiner Frau den Ausflug nach Stuttgart erklären? Seinen Wunsch erfüllte die Besatzung des Notarztwagens nicht und fuhr in das nächstgelegene Krankenhaus.

Was wir daraus lernen: Auswärtsspiele bergen immer ein gewisses Risiko – als Heimschläfer bist du auf der sicheren Seite.

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