OB-Wechsel in Leonberg Schuler wird am 20. November verabschiedet

OB Bernhard Schuler: Abschied am 20. November. Foto: Stadt Leonberg
OB Bernhard Schuler: Abschied am 20. November. Foto: Stadt Leonberg

Die Wahl-Unruhe ist im Rathaus vorbei. Der Etat läuft wie geplant.

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Leonberg - Die Bundestagswahl ist gelaufen, der künftige Oberbürgermeister steht fest und im Rathaus kehrt langsam wieder der Alltag ein: Am Dienstagabend hat der Gemeinderat getagt. Es war die drittletzte Ratssitzung unter Leitung von Bernhard Schuler. Zwei weitere sind im Oktober und Anfang Novemberterminiert.

Danach, genauer gesagt am 20. November, wird Schuler in der Stadthalle feierlich verabschiedet. 24 Jahre war er dann im Amt. Jüngere Leonberger kennen gar keinen anderen Oberbürgermeister.

Theoretisch hätte der Jurist, der am 2. Januar 62 Jahre alt wird, eine weitere Amtszeit dranhängen können. Viele Beo- bachter in der Stadt hielten das auch für wahrscheinlich, zeigte der „ewige OB“ doch keinerlei Anzeichen von Amtsmüdigkeit.

Aber zur allgemeinen Überraschung verkündete Bernhard Schuler an Silvester des vergangenen Jahres seine Demission. Fast ein Vierteljahrhundert an der Spitze einer Stadt, so sagte er, das sei genug.

Was folgte, war ein bemerkenswerter Wahlkampf mit vielen Aufs und Abs, dessen Schlusspunkt ähnlich überraschend war wie der gesamte Verlauf: Entgegen der allgemeinen Erwartung wird es keine Stichwahl am 8. Oktober geben. Martin Kaufmann schaffte es am Sonntag im ersten Anlauf. Mit knapp 52 Prozent wählten ihn die Leonberger zum Oberbürgermeister.

Der designierte Verwaltungschef, der noch die Geschicke des Rathauses in Rudersberg im Rems-Murr-Kreis leitet, hat sich schon Gedanken über seine künftigen Aufgaben gemacht. So interessiert den 51-Jährigen besonders die aktuelle Haushaltssituation der Stadt. Im Wahlkampf hatte Kaufmann seinem Kontrahenten, dem amtierenden Finanzbürgermeister Ulrich Vonderheid, mangelnde Transparenz bei den Zahlen vorgeworfen.

Doch das bedeutet nicht, dass Kaufmann noch vor seiner Amtsübernahme den städtischen Fahrplan für den Haushalt 2018 durcheinanderbringt. Nach wie vor soll der Entwurf am 10. Oktober im Gemeinderat eingebracht werden. Die Fraktionen präsentieren ihre Kommentare und Änderungswünsche am 7. November.

Alles noch vor der Übernahme des neuen OB, der am 30. November von dem Stuttgarter Regierungspräsidenten Wolfgang Reimer (Grüne) offiziell verpflichtet wird. Mit dem Eintritt bei der Stadt Leonberg scheidet Kaufmann automatisch bei der Gemeinde Rudersberg aus.

Und eine seiner ersten wichtigen Amtshandlungen ist dann tatsächlich die Verabschiedung des Haushalts 2018. Sie ist für die Ratssitzung am 19. Dezember terminiert, fünf Tage vor Weihnachten.

Der amtierende OB hätte übrigens kein Problem damit gehabt, wenn sein Nachfolger in Sachen Haushalt um einen Aufschub gebeten hätte, um sich selbst besser einarbeiten zu können.

Doch Martin Kaufmann hat Bernhard Schuler telefonisch signalisiert, dass alles wie geplant laufen kann. Und viele Dinge im Etatentwurf sind auch reine Routine: Planungsgelder für Straßenbauprojekte, Kindergärten oder Schulrenovierungen. „Die müssen in den Haushalt rein, unabhängig vom Oberbürgermeister“, erklärt die Rathaussprecherin Undine Thiel.




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