In den Filderbezirken gibt es insgesamt zehn öffentliche Toiletten. Für manche müssen Nutzer Geld zahlen, für andere jedoch nicht.

Filder - Eine saubere Toilette zu finden, ist auf Reisen oder bei längeren Ausflügen wichtig, aber oft auch schwierig. In Stuttgart gibt es kostenpflichtige, personell betreute, automatische Anlagen und vieles mehr. Ein Überblick.

 

Wie viele öffentliche Toiletten gibt es in den Filderbezirken?

Im gesamten Stadtgebiet gibt es 71 öffentliche Toilettenanlagen, die von der Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) betreut werden. Davon stehen zehn in den Filderbezirken. Spitzenreiter auf den Fildern ist Vaihingen, dort gibt es vier Anlagen. In Birkach hingegen gibt es keine. Die Toilette am Bahnhof Möhringen ist die einzige öffentliche im Stadtbezirk. In Sillenbuch findet sich ein stilles Örtchen am Sillenbucher Markt, in Degerloch gibt es ein öffentliches WC am Busbahnhof am Albplatz und eines nahe des Fernsehturms.

Die meisten öffentlichen Toiletten in der ganzen Stadt (16) gibt es im Bezirk Mitte. „Das ist ein Bereich mit einer großen Besucherfrequenz“, sagt Annette Hasselwander, die Pressesprecherin der AWS. Grundsätzlich folge die Verteilung der öffentlichen Toiletten jedoch keinem Muster, sagt sie.

Wird bei der Standortwahl auf eine ausgewogene Verbreitung geachtet?

In Plieningen und in Vaihingen gibt es jeweils zwei öffentliche Toiletten, die relativ nah beieinander liegen. Von der Anlage an der Emil-Wolff-Straße bis zu der an der Filderhauptstraße 153/1 in Plieningen sind es gerade einmal fünf Gehminuten. Als Grund dafür nennt die AWS, dass die Toilette an der Garbe, Filderhauptstraße 153/1, verkehrstechnisch zentral liege und deshalb von der Stadt installiert worden sei, diejenige an der Emil-Wolff-Straße dagegen sei im Auftrag der Universität Hohenheim für Besucher der Uni-Parkanlagen eingerichtet worden.

In Vaihingen liegen ebenfalls fünf Gehminuten zwischen der Toilette im Bezirksrathaus und der am Schillerplatz in der Unterführung. Noch einmal fünf Minuten weiter gibt es eine am Bahnhof, eine ganze Ecke weiter weg ist das WC an der Schönbuchstraße 14/1 in Rohr. Eine Schließung der Anlage am Schillerplatz war schon einmal im Gespräch, die AWS möchte auf diesen Standort jedoch nicht verzichten. „Es handelt sich dabei um eine der letzten unterirdischen Anlagen. Bis die Unterführung nicht geschlossen wird, bleibt sie mangels oberirdischem Ersatzstandort vorerst erhalten“, sagt Hasselwander.

Warum kostet die Nutzung von bestimmten Anlagen Geld?

Für drei der zehn öffentlichen Toiletten in den Filderbezirken müssen Nutzer jeweils 50 Cent bezahlen. Das ist am Vaihinger Bahnhof, in Plieningen an der Garbe und am Sillenbucher Markt der Fall. „Überall dort, wo für die Nutzung bezahlt werden muss, wird die Toilette entweder automatisch nach jedem Besuch gereinigt oder Personal betreut die Anlage“, sagt Hasselwander.

27 der 71 öffentlichen Toiletten sind sogenannte Säulen- oder Automatikanlagen, die nach jedem Besuch automatisch gereinigt werden. Die anderen 44 sind konventionell betriebene Anlagen, von denen fünf von Personal betreut werden. Die drei kostenpflichtigen Toiletten in Vaihingen, Plieningen und Sillenbuch sind Automatikanlagen.

Fährt die Stadt das Angebot zurück oder hoch?

Die AWS entscheidet nicht über die Einrichtung neuer öffentlicher Toiletten. Wünsche können generell von jedem eingebracht werden. Allerdings ist laut AWS nicht jeder Standort für die Installation einer Toilettenanlage geeignet. „Zu klären sind hierbei verschiedene Fragen, angefangen von der Stadtmöblierung über die Akzeptanz seitens der Bevölkerung bis hin zur Prüfung der technischen Voraussetzungen für Strom-, Wasser- und Abwasseranschluss“, sagt Hasselwander. Außerdem müsse vorher Geld für die dauerhafte Unterhaltung der Anlage genehmigt werden.

Wie oft werden die Toiletten geputzt?

Das hängt von der Art der Anlage ab. Die konventionell betriebenen und nicht von Personal betreuten Toiletten werden ein- bis zweimal am Tag gereinigt. Darunter fallen fast alle öffentlichen Toiletten der Filderbezirke. Ausnahmen davon sind die Automatikanlagen in Vaihingen, Plieningen und Sillenbuch. Die personell betreuten Toiletten in der Innenstadt werden mehrmals pro Tag nach Bedarf gereinigt. Am Wochenende und an Feiertagen gibt es eine separate Reinigungstour, die von 6.45 Uhr bis 17.30 Uhr stark frequentierte Toiletten betreut.

Welche öffentlichen Toiletten werden am häufigsten genutzt?

Die in der Innenstadt. Doch auch dort werden die Kosten für die Unterhaltung der Anlagen nicht von der Benutzungsgebühr gedeckt. Im Jahr 2016 hat die AWS rund 2,1 Millionen Euro für die Unterhaltung und Instandhaltung der von ihr betriebenen Anlagen ausgegeben.