Offener Brief der IG Clubkultur Clubbetreiber:innen fordern Überarbeitung der Corona-Verordnungen

In einem offenen Brief fordert die IG Clubkultur eine Überarbeitung der aktuellen Corona-Verordnungen. Foto: unsplash
In einem offenen Brief fordert die IG Clubkultur eine Überarbeitung der aktuellen Corona-Verordnungen. Foto: unsplash

Die Clubs und Musikspielstätten in Baden-Württemberg hat es in der Pandemie mit am härtesten getroffen. In einem offenen Brief fordert die Interessengemeinschaft Clubkultur Baden-Württemberg nun eine Überarbeitung der aktuellen Corona-Verordnungen.

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Stuttgart - Clubbing im Jahr 2021? Fehlanzeige. Und das wahrscheinlich noch für eine ganze Weile. Der offene Brief der Interessengemeinschaft Clubkultur Baden-Württemberg an die Landespolitik fordert eine Überarbeitung der aktuellen Corona-Verordnungen. Ob da noch was zu machen ist? Das steht wohl in den Sternen oder in den nächsten Richtlinien in ein paar Wochen, Monaten oder Jahren.

Keine Perspektive für Clubbetreiber

Keine Frage, die Musikspielstätten und Clubs in Baden-Württemberg hat es in der Pandemie bisher immer mit am härtesten getroffen. Und die aktuellen Richtlinien versprechen keine Besserung. „Seit dem 13. März letzten Jahres gibt es keine Öffnungsperspektive“, macht Anna Blaich von der IG Clubkultur deutlich. Die fallenden Inzidenzzahlen haben große Hoffnungen geschürt, doch „so, wie die Verordnung formuliert ist, wird es sich für die Betreiber wirtschaftlich nicht lohnen“, so Blaich.

Im Lockdown seit über 15 Monaten

Eine Person pro 10 Quadratmeter und das nur bei einem Inzidenzwert von unter 10? Völlig utopisch! Das zeigt auch die aktuell veröffentlichte bundesweite Clubstudie. Denn die meisten Musikclubs in Deutschland haben eine Kapazität von nicht mal 200 Personen. Das würde bedeuten, dass sich maximal 40-50 Personen im Club aufhalten dürften. Die Clubs in Baden-Württemberg sind quasi seit dem Ausbruch der Pandemie im ersten Lockdown stecken geblieben. Somit haben die „ohnehin schon sehr stark angeschlagenen Clubbetreiber:innen seit 15 Monaten Schließung wieder keine Perspektive“, so Blaich.

Fehlender Dialog mit Landesregierung

Dass das Übertragungsrisiko in geschlossenen Räumen höher ist, möchten die Betreiber:innen keinesfalls bestreiten. Doch „egal, ob es ein Regional- oder Landesverband ist, man geht mit uns nicht in den Dialog“, sagt Blaich. Auch, wenn der vom Bund geförderte Kultursommer im Freien stattfinden darf, wird es Zeit für eine klare und vor allem wirtschaftlich realistische Perspektive für alle Clubbetreiber:innen in Baden-Württemberg.

IG Clubkultur gewinnt SonderAPPLAUS 2021

Dennoch hat die IG Clubkultur etwas zu feiern, denn sie sind Preisträger:innen des SonderAPPLAUS 2021 der Initiative Musik für kreative Formate zur Unterstützung von Spielstätten in der Corona Pandemie.




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