Parlamentswahl in Russland Putins Partei Geeintes Russland liegt vorn

Russische Bürger geben ihre Stimmzettel in einem Wahllokal während der Parlamentswahlen in der russischen Botschaft in Vilnius ab. Foto: dpa/Mindaugas Kulbis
Russische Bürger geben ihre Stimmzettel in einem Wahllokal während der Parlamentswahlen in der russischen Botschaft in Vilnius ab. Foto: dpa/Mindaugas Kulbis

Inzwischen sind mehr als 70 Prozent der Stimmen ausgezählt und die Kremlpartei Geeintes Russland hat bereits einen Anteil von 48 Prozent. Die Opposition spricht von einer manipulierten Wahl.

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Moskau - Bei der Parlamentswahl in Russland liegt die Kremlpartei nach Auszählung von zwei Dritteln der Stimmzettel weiter klar in Führung. Nach Auszählung von mehr als 70 Prozent der Stimmen lag Geeintes Russland bei mehr als 48 Prozent, wie die Wahlkommission am Montag in Moskau mitteilte.

Die Kommunisten landeten demnach bei mehr als 20 Prozent, die Rechtspopulisten der LDPR des Ultranationalisten Wladimir Schirinowski bei knapp 8 Prozent und die Partei Gerechtes Russland bei etwas mehr als 7 Prozent. Knapp über der Fünf-Prozent-Hürde lag auch die neue Partei Nowyje Ljudi (Deutsch: Neue Leute).

Kommunisten gewinnen Stimmen

Alle Parteien gelten als kremlnah. Die vom russischen Präsidenten Wladimir Putin unterstützte Partei Geeintes Russland hatte bereits am Sonntagabend, als noch wenige Stimmen ausgezählt waren, ihren Sieg gefeiert. Sie machte sich Hoffnung auf eine neue Mehrheit von 300 der 450 Sitze im Parlament dank vieler Direktmandate. 225 Sitze werden über Direktmandate vergeben.

Im Vergleich zur Duma-Wahl 2016 muss die Kremlpartei offenbar Verluste hinnehmen. Damals kam sie auf 54,20 Prozent der Stimmen. Die Kommunisten legten deutlich zu - sie waren vor fünf Jahren auf 13,35 Prozent gekommen. Umfragen hatten Geeintes Russland angesichts der großen Unzufriedenheit über die wirtschaftliche und soziale Lage vor der Wahl bei weniger als 30 Prozent gesehen.

Die Opposition wirft dem Machtapparat Manipulationen der Wahl zugunsten der Kremlpartei vor.




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