„Polizeiruf 110“-Kritik: „Zehn Rosen“ Ein angenehm unaufgeregter Krimi

Von Bettina Hartmann 

Wir haben gesehen: „Zehn Rosen“, die neue „Polizeiruf 110“-Folge aus Magdeburg mit Brasch und Köhler. Die Kommissare stellen sich die Frage: Treibt in ihrer Stadt ein Serienkiller sein Unwesen?

Pauline Schilling war mal ein Mann – und gerät unter Mordverdacht. Foto: MDR 11 Bilder
Pauline Schilling war mal ein Mann – und gerät unter Mordverdacht. Foto: MDR

Stuttgart - Es war der vorletzte Fall des Ermittlerduos Doreen Brach (Claudia Michelsen) und Dirk Köhler (Matthias Matschke) im „Polizeiruf 110“ aus Magdeburg. Doch was taugte „Zehn Rosen“? Hier unsere Kritik.

Die Handlung in zwei Sätzen

Auf einem verlassenen Fabrikgelände wird eine gefesselte Frauenleiche gefunden. Der Fall erinnert an einen Jahre zurückliegenden Frauenmord, und es stellt sich die Frage, ob in Magdeburg ein Serienkiller umgeht oder die Ermittler nur auf eine falsche Fährte gelockt werden sollen.

Zahl der Leichen

Zwei

Die Stimmung

Die Kamera fängt wunderbar düstere Bilder ein. Da wirkt selbst die Provinz wie ganz große Großstadt.

Das Highlight

Eindeutig Alessija Lause, die in der Rolle der Blumenverkäuferin Pauline Schilling starke Momente hat. Sie spielt die Transfrau, der seit ihrer Geschlechtsumwandlung immer wieder Unverständnis, ja sogar Hass entgegenschlägt, einfühlsam, anrührend und glaubhaft.

Der Tiefpunkt

Kriminalrat Uwe Lemp in der Sinnkrise. Und auf der Suche nach „seinem Schatten“, den er verloren glaubt. Man hätte ihm gern zugerufen: Spring einfach drüber – und nimm den neuen Job an.

Die Zukunft

Schon jetzt ist klar: Es wird nur noch einen Fall des Duos Doreen Brasch/Dirk Köhler geben. Zum Glück, hätte man wohl nach den ersten vier Folgen gesagt. Zu oft knirschte es im Gebälk. Nun sind die beiden fast schon zum überzeugenden Team zusammengewachsen. Beste Freunde wären die zwei vermutlich nie geworden, doch man hätte die weitere Entwicklung gern noch eine Weile verfolgt.

Unser Fazit

Gut, die Geschichte wirkt zuweilen konstruiert und braucht auch, bis sie Tempo aufnimmt. Letztlich ist „Zehn Rosen“ aber ein solider, angenehm unaufgeregter Krimi, der sich dem Thema Transgender vorurteilsfrei und feinfühlig nähert

Spannung

Note 2

Logik

Note 3