„Polizeiruf“-Kritik: „Söhne Rostocks““ Wenn Geld besser als Sex ist

Von Simone Höh 

Die Rostocker Ermittler Alexander Bukow und Katrin König jagen in „Söhne Rostocks“ einen gewalttätigen Geschäftsmann. War das Anschauen einen Sonntagabend wert? Unser Schnellcheck.

Showdown in einer Gartenlaube: die Rostocker Ermittler Bukow und König konnten einen weiteren Toten nicht verhindern. Foto: NDR/Christine Schroeder 11 Bilder
Showdown in einer Gartenlaube: die Rostocker Ermittler Bukow und König konnten einen weiteren Toten nicht verhindern. Foto: NDR/Christine Schroeder

Stuttgart - Was taugt „Söhne Rostocks“? Der neue „Polizeiruf“ aus Rostock in unserem Schnellcheck.

Die Handlung in zwei Sätzen In Sascha Bukows Armen stirbt der Schulfreund des erfolgreichen Jungunternehmers Michael Norden. Es folgt ein brutaler Vergeltungsfeldzug, Vater-Sohn-Drama inklusive.

Zahl der Leichen 2

Schizophrenie Der Jungunternehmer Michael Norden (Tilman Strauß) wirkt zunächst smart, aufgeräumt und ein wenig schlitzohrig – wie es das Klischee des Geschäftsmanns will. Seine dunkle Seite ist kalt, fies und überaus brutal.

Verzweiflung Starker Auftritt der Schauspielerin Katharina Behrens: In der Rolle der Alleinerziehenden Beate Hövermann drückt sie überzeugend die Ängste und Nöte der Mutter eines nicht mehr kontrollierbaren 17-Jährigen aus.

Schreck Als die Ermittlerin Katrin König (Anneke Kim Sarnau) von ihrer Vergangenheit in Gestalt des verurteilten Vergewaltigers Guido Wachs eingeholt wird.

Bester Satz „Am Ende ist Geld besser als Sex“ (sagt der frühere Geschäftspartner Michael Nordens, um die Psyche erfolgreicher Jungunternehmer zu beschreiben).

Bester Dialog König: „Nett ist doch die kleine Schwester von scheiße, wussten Sie das nicht?“ Bukow: „Nee!“

Unser Fazit Viel Stoff, viele Menschen, viel Verwirrung – aber wie immer ein unterhaltsames Ermittlerteam.

Spannung Note 3; Logik Note 3




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