Pro und Kontra: Heeresmusikkorps spielt fürs Altenheim Mogelpackung (Verena Mayer)

Ein bisschen „Berliner Luft“ macht sich in der Murrer Gemeindehalle sicher gut. Dazu ein bisschen Swing, etwas Polka und den einen oder anderen Schlager – der Abend, mit dem der Murrer Kleeblatt-Förderverein Geburtstag feiert, wird gewiss stimmungsvoll. Allerdings würde er das wahrscheinlich auch dann werden, wenn die Musik nicht vom Heeresmusikkorps kommen würde. Klangvolle Alternativen gibt es genug. Wozu braucht es dafür die Bundeswehr?

Zur Erinnerung: Die Bundeswehr, das ist jene Truppe, in der sich erschreckend viele Rechtsextreme tummeln; die mit krummen Gewehren und lahmen Flugzeugen auffällt; die in umstrittenen Einsätzen in Mali und Afghanistan feststeckt – und die dringend mehr Nachwuchs braucht. Dass sich unter den Murrer Konzertgästen Soldaten rekrutieren lassen, erscheint eher unwahrscheinlich. Ein Etikettenschwindel bleibt das Konzert trotzdem.

Das Heeresmusikkorps gibt vor, durch seinen kostenlosen Aufritt anderen etwas Gutes zu tun. Tatsächlich wollen die musizierenden Streitkräfte ihrem Image etwas Gutes tun. Tatsächlich also bezahlt das sogenannte Benefizkonzert der Steuerzahler.




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