Vier Männer sind wegen mutmaßlichen Drogenhandels mit Hunderten Kilogramm Drogen angeklagt. Es geht unter anderem um den Verkauf einer halben Tonne Marihuana.

Wegen Handels mit Hunderten Kilogramm Drogen hat die Staatsanwaltschaft Baden-Baden eine weitere Anklage gegen vier Männer erhoben, gegen die schon Prozesse am Landgericht laufen.

Dieses Mal geht es nach Angaben vom Montag um den illegalen Handel mit 518 Kilogramm Marihuana, 6 Kilogramm Haschisch, 1 Kilogramm Amphetamin und knapp 1 Kilogramm Kokain. Haupttäter soll ein 34-Jähriger sein, der die Betäubungsmittel von Lieferanten organisiert und teils an die anderen Beschuldigten weiterverkauft, teils über sie an Abnehmer geliefert habe. Er bezeichnet sich laut Staatsanwaltschaft als „Opfer gesetzesbrechender Strafverfolger“.

Mobiltelefone der Dealer entschlüsselt

Auf die Schliche kamen die Ermittler den Beschuldigten aufgrund von Datenauswertungen des Providers Encrochat. Experten aus Frankreich und den Niederlanden hatten verschlüsselte Mobiltelefone des Internetdienstleisters entschlüsselt. Das Bundeskriminalamt erhielt daraus Daten mit Bezügen zu Deutschland.

Gegen die vier Beschuldigten aus Baden-Baden, Rastatt und Kehl (Ortenaukreis) laufen den Angaben zufolge seit mehreren Monaten beim Landgericht Baden-Baden Strafverfahren, in denen es je nach Fall um Geschäfte mit Rauschgift im Umfang von 71 bis 294 Kilogramm geht. Das Gericht muss entscheiden, ob es zur neuen Anklage einen Prozess gibt.

Lesen Sie mehr zum Thema

Drogen Marihuana Prozess