Prozess in Freiburg Verfahren um Gruppenvergewaltigung geht mit Zeugen weiter

Von red/lsw/dpa 

Vor einer Diskothek in Freiburg wird eine 18-Jährige vergewaltigt. Elf Männer stehen vor Gericht. In dem Prozess kommen nun Freundinnen und Bekannte von ihnen zu Wort.

Bisher bestreiten oder schweigen alle Angeklagten. Foto: dpa/Patrick Seeger
Bisher bestreiten oder schweigen alle Angeklagten. Foto: dpa/Patrick Seeger

Freiburg - Nach der Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen vor einer Disco in Freiburg wird der Prozess gegen elf Angeklagte am Mittwoch (9 Uhr) mit der Vernehmung von Zeugen fortgesetzt. Das Landgericht Freiburg will nach Angaben eines Gerichtssprechers unter anderem Freundinnen und Bekannte von Angeklagten hören. Es ist der 13. Verhandlungstag in dem Strafprozess, der Ende Juni begonnen hat.

Angeklagt sind elf Männer zwischen 18 und 30 Jahren, die meisten von ihnen sind Flüchtlinge. Ihnen wird vorgeworfen, Mitte Oktober vergangenen Jahres eine 18-Jährige nachts in Freiburg nach einem Discobesuch in einem Gebüsch vor der Diskothek vergewaltigt zu haben. Sie bestreiten dies oder schweigen zu den Vorwürfen.

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Der Prozess wird nach Angaben des Gerichts bis ins nächste Jahr dauern. Einen Termin für mögliche Urteile gibt es den Angaben zufolge noch nicht (Az. 6 KLs 181 Js 1138/19 AK 2/19 und 6 KLs 181 Js 35640/18 AK 3/19).

Einer der elf Angeklagten soll demnächst aus der Untersuchungshaft entlassen werden, weil die Staatsanwaltschaft den Vorwurf der Vergewaltigung gegen ihn mangels Beweisen fallen gelassen hat. Es bleibt der Vorwurf der unterlassenen Hilfeleistung. Wann das Gericht über den Antrag auf Ende der U-Haft entscheidet, ist unklar.