Reiten Mit Titan erneut auf dem Treppchen

Von Nathalie Mainka 

Beim Dressur-Cup Finale iWest beweist Vera Breidenbach vom LRFV Weil der Stadt Nerven und wird auf Titan Zweite. Ihre Vereinskollegin Jana Schlotter landet mit Rubin-Renoir auf Rang sieben.

Vera Breidenbach  und ihr Trakehner Titan belegen in der Stuttgarter Schleyer-Halle Rang zwei. Foto: Baumann/Julia Rahn
Vera Breidenbach und ihr Trakehner Titan belegen in der Stuttgarter Schleyer-Halle Rang zwei. Foto: Baumann/Julia Rahn

Reiten - Nach einem zweiten Platz im vergangenen Jahr beim Dressur-Cup-Finale iWest, wo sich die besten Vertreter aus Baden-Württemberg und Bayern messen, landete die Berufsreiterin Vera Breidenbach vom Ländlichen Reit-und Fahrverein Weil der Start gestern Nachmittag mit Titan erneut auf Rang zwei. Die Vereinskollegin Jana Schlotter auf Rubin-Renoir zeigte die siebtbeste Kür. Wie im Vorjahr hatte Ann-Kathrin Lindner aus Weinsberg die Nase vorne.

Dabei bewies die 38-Jährige in der schweren Dressurprüfung S** Intermediaire I starke Nerven. Am Tag zuvor bei der Einlauf-Runde, die nicht in die Wertung mit eingeht, hatte sie wenig riskiert, ritt mit kleineren Fehlern auf Sicherheit und landete auf dem sechsten Platz. „Das kennt man schon und bleibt ruhig“, sagte die Profi-Reiterin, die auf der Renninger Kindler-Anlage arbeitet, gestern vor ihrem Start. Umso konzentrierter ging sie mit ihrem 17-jährigen Trakehner Titan in das Viereck und legte als dritte Reiterin mit 72,35 Prozent eine ordentliche Wertung vor. „Wir hatten eine gute Trab-Tour, und die erste Galopp-Tour konnte sich auch sehen lassen. Ansonsten waren kleine Fehler dabei“, so Breidenbach, die ihre nachfolgenden Konkurrenten dann von der Tribüne aus verfolgte. Nach ihr ging die Weil der Städter Vereinskollegin Jana Schlotter auf Rubin-Renoir ins Rennen.

Die Kür ist noch ganz frisch

Die 21-Jährige hatte erst am vergangenen Wochenende ihre neue Kür einstudiert. „Da hat die Betonung einzelner Elemente im Einklang zur Musik noch nicht ganz gepasst“, sagte Vater Ewald Schlotter nach der Einlauf-Runde. Im Finale sollte es mit 70,3 Prozent etwas besser klappen.

Für Jana Schlotter, die momentan mehr in die berufliche Ausbildung investiert, geht ihre Zeit nun als Junge Reiterin zu Ende. Mit dem mittlerweile 17-jährigen Rubin-Renoir, kurz Ruby genannt, hat sie in den vergangenen drei Jahren insgesamt 33 schwere S-Prüfungen – bis zur Kategorie Zweisterne – gewonnen. „Er ist nicht mehr der Jüngste, und in der Klasse der U 25 und der Reiter wird er es schwer haben, da kommt er an seine Grenzen“, sagt Ewald Schlotter.

Daher hat er rechtzeitig vorgesorgt und vor zwei Jahren zwei junge Stuten gekauft. Die bildet er zusammen mit seiner Tochter Jana aus. Dressuren der mittelschweren Klasse haben sie schon gewonnen. „Wir haben noch einen langen Weg vor uns“, sagt Ewald Schlotter.

Vera Breidenbach musste nur noch sehen, wie die Weinsbergerin Ann-Kathrin Lindner auf Dulcia mit einer Wertung von 73,8 Prozent an ihr vorbei zog. „Ein erneuter zweiter Platz ist super“, freute sie sich und feierte diese Platzierung noch bis in die Abendstunden mit Fans und Sponsoren.




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