Restauranttest in Fellbach Das Geheimnis des Tintenfischs aus der Weinstube Mack Messina

Von  

Nach der Corona-Pause testen wir wieder: Heute war unsere Kritikerin in der ehemaligen Weinstube Mack, die nun den Zusatz Messina erhalten hat. Die Familie Messina ist nämlich von Möhringen nach Fellbach umgezogen. Die Qualität begeistert auch hier.

Anna (links) und Ciro Messina sind mit ihrem Team jetzt in Fellbach. Foto: Horst Rudel
Anna (links) und Ciro Messina sind mit ihrem Team jetzt in Fellbach. Foto: Horst Rudel

Fellbach - Da ist zum einen die Weinstube Mack, eine kulinarische Institution im Ortskern von Fellbach. Und da sind zum anderen die Messinas, die zuletzt fast 15 Jahre ihr Restaurant in Möhringen betrieben haben. Nach der Renovierung eröffneten sie ihr neues Domizil mit der holzgetäfelten Gaststube, der modernen Bar und dem schicken Hinterzimmer zehn Tage vor dem Lockdown. Jetzt sind sie wieder für ihre Gäste da, und wer eines der 20 Plätzchen ergattern will, sollte reservieren. Viele sind offenbar neugierig, wie die Liaison funktioniert.

Limetten für den Campari Spritz? Nein, Amalfi-Zitronen! Der Wolfsbarsch, Wildfang natürlich. Und vom Oktopus nimmt Ciro Messina nur die kleinen, denn „die sind viel zarter“. Messina, der sich auch um die, selbstredend, exquisite Weinauswahl kümmert, ist ein Produktfanatiker. Und seine Frau Anna weiß, wie man aus seinen Einkäufen berückende Speisen zubereitet. Die passen in der Weinstube Mack Messina auf eine Tafel. Dafür wechseln sie je nach Marktlage.

Die Preise sind gehoben

Unser Besuch, wir saßen an einem lauen Spätsommerabend draußen auf dem neu gestalteten Platz, begann mit warmer Focaccia und Käsetrüffelcreme. Wir probierten den Salat vom – megazarten – Tintenfisch, in feine Streifen geschnitten, dazu Rucola und Tomatenwürfelchen (18 Euro). Auch die Parmigiana war, wie sie sein soll: die Auberginen saftig, eine fruchtige Tomatensoße und eine fluffige Käsehaube (16,50 Euro). Dem festen Fleisch vom Wolfsbarsch verliehen frische Kräuter ein wunderbares Aroma, dazu gab es Pesto-Kartöffelchen (28 Euro). Und das Ossobuco – eine butterzarte Kalbsbeinscheibe mit reduzierter Gemüsesoße und Bandnudeln – könnte man in Mailand nicht besser bekommen (26,50 Euro).

Dazu tranken wir einen Weißburgunder vom Südtiroler Weingut Kornell, den man hierzulande selten findet (41 Euro). Und beschlossen, nach dem Tiramisu mit ordentlich getränkten Böden auf den Digestif lieber zu verzichten. Wir haben uns an diesem Abend bestens umsorgt gefühlt. Die Preise sind gehoben. Aber wem die Leidenschaft, die dahintersteckt, es wert ist, tiefer ins Portemonnaie zu greifen, der wird in Fellbach Italien ganz nahe sein.

Service




Unsere Empfehlung für Sie