Restauranttest in Stuttgart Alles frisch im VfB-Clubrestaurant – bis auf den Wein

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Nach der Corona-Pause testen wir wieder: diesmal im VfB-Clubrestaurant. Das Team der Schräglage macht als neuer Pächter einen guten Job. Die Auswahl der Gerichte und Weine ist vielversprechend, allerdings bräuchten auch die Roten eine Abkühlung.

Ansprechende Leistung des VfB auch in der Küche: Armen Shala Foto: Lg/Max Kovalenko 5 Bilder
Ansprechende Leistung des VfB auch in der Küche: Armen Shala Foto: Lg/Max Kovalenko

Stuttgart - Nach dem Lockdown rollt auch der Betrieb im VfB-Clubrestaurant langsam wieder an, allerdings mit noch eingeschränkten Öffnungs- beziehungsweise Küchenzeiten bis 20 Uhr. Im März hat das Team der Schräglage, zuvor im Stadion auf der Waldau dafür zuständig, die Gastronomie inklusive Verpflegung der Spieler mit einem Dreijahresvertrag übernommen, weil Michael Braun als Pächter Insolvenz angemeldet hatte. Am Ambiente im Restaurant musste wie schon vom Vorgänger nicht viel geändert werden, denn der Vorvorgänger Christian List hatte die Räumlichkeiten rund um ein kleines Podest ansprechend gestaltet.

Der Umgang mit Gemüse ist top

Auf der Karte finden sich nun wieder Burger, ansonsten geht sie, ja, auch querbeet durch den Gemüsegarten und bietet ebenso Klassiker wie Maultaschen, Wiener Schnitzel und Zwiebelrostbraten. Wenn man als Tester pflichtbewusst drei Gänge essen will, erschrickt man ein wenig angesichts eher üppiger Vorspeisen. So kamen zum gebeizten Lachs mit Wildkräuter-Meerrettich-Schaum (9,50 Euro) gleich drei Röstitaler – die aber waren knusprig und nicht zu fettig. Schon am kleinen Blattsalat (4,50 Euro) konnte man erkennen, dass mit frischen Produkten gearbeitet wird. Am meisten beeindruckt hat uns der Umgang mit Gemüse. Dessen Bestandteile waren zum Rindersaftgulasch (15,80 Euro) und im Gemüse-Kokos-Curry (11,50 Euro) zwar sehr ähnlich, aber beim Curry mit Kichererbsen und Vollkornreis in eine sanft exotische Soße eingebettet. Zum gut geschmorten und gewürzten Gulasch mit Schupfnudeln waren die einzelnen Gemüsesorten dank schonender Zubereitung sauber herauszuschmecken.

Das Bier ist von Stuttgarter Hofbräu, die Auswahl an Weinen beachtlich – aber auch die Roten brauchen eine Abkühlung: Der Blaufränkisch von Karl Haidle (7 Euro für 0,2 l) war lauwarm. Nach der Reklamation wurde eine frische Flasche geöffnet, die aber kaum kühler war. Armen Shala, Geschäftsführer vor Ort, gelobt Besserung und war am Telefon überrascht, dass bei unserem Besuch kein Dessert verfügbar war. Mit dem Koch – ein Wechsel steht an – begleitet er die VfB-Profis auch auf Auswärtsspielen. Wir sind guter Dinge, dass es auf diesem Niveau weitergeht, den Blick immer nach oben gerichtet.

Service

VfB-Clubrestaurant,
Bad Cannstatt, Mercedesstraße 109, Telefon 0711 / 57 71 88 70, Küche derzeit täglich 11.30 bis 20 Uhr




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