Eine Initiative wollte einen Bürgerentscheid zur Stationierung eines Rettungshubschraubers in Wannweil im Kreis Reutlingen erreichen. Der Gemeinderat hat nun eine Entscheidung getroffen.

Der Gemeinderat von Wannweil (Kreis Reutlingen) hat am Donnerstagabend einem Bürgerentscheid zur Stationierung eines Rettungshubschraubers in der Gemeinde zugestimmt. Das teilte Bürgermeister Christian Majer (parteilos) mit.

Zuvor hatte ein Bürgerbegehren eine wichtige Verfahrenshürde genommen. Die Prüfung der Gemeindeverwaltung hatte ergeben, dass die meisten der dafür gesammelten rund 400 Unterschriften gültig waren. Damit war das notwendige Quorum von sieben Prozent der Wahlberechtigten erreicht.

„Christoph 41“ soll von Leonberg verlegt werden

Im Gemeinderat wurden am Abend zunächst die Initiatoren des Bürgerbegehrens gehört, dann folgte die Abstimmung im Gemeinderat. Am 6. November sollen die Bürgerinnen und Bürger nun über den Landeplatz abstimmen.

Der Gemeinderat von Wannweil hatte Ende Juli einen neuen Standort für einen Rettungshubschrauber abgelehnt, der die Menschen in der Region in Notfällen schneller mit ärztlicher Hilfe versorgen soll als bisher. Das Gremium lehnte eine Landefläche am Ortsrand mit knapper Mehrheit ab. Als Gründe wurden unter anderem Lärmbelastung für die Anwohner und der Flächenverbrauch genannt.

Das Landesinnenministerium will den Rettungshubschrauber „Christoph 41“ von Leonberg (Landkreis Böblingen) westlich von Stuttgart auf die Achse Tübingen-Reutlingen südlich der Landeshauptstadt verlegen. Das hatte das Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement am Münchner Uniklinikum empfohlen, um flächendeckend eine gute Versorgung sicherzustellen.

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