Shell-Jugendstudie Junge Menschen haben insbesondere Angst vor der Umweltverschmutzung

Von red/dpa 

Die Zahl der politisch aktiven Jugendlichen in Deutschland hat sich nach Ergebnissen der Shell-Jugendstudie trotz der Klimaproteste nicht erhöht. Aber das Thema Umwelt steht mittlerweile ganz oben.

Das Thema Umweltverschmutzung macht der Jugend zu schaffen. Foto: dpa/Christoph Sator
Das Thema Umweltverschmutzung macht der Jugend zu schaffen. Foto: dpa/Christoph Sator

Berlin - Kein Thema macht einer Umfrage zufolge so vielen jungen Menschen in Deutschland Angst wie die Verschmutzung der Umwelt. 71 Prozent der 12- bis 25-Jährigen gaben in einer Befragung an, das Thema mache ihnen Angst, so das Ergebnis der am Dienstag in Berlin veröffentlichten Shell-Jugendstudie. In der vergangenen Studie aus dem Jahr 2015 hatte noch die Angst vor Terroranschlägen vorn gelegen. Dieses Thema ängstigt nach der jüngsten Befragung heute noch zwei Drittel der jungen Menschen. Die Angst vor dem Klimawandel landet auf Platz drei (65 Prozent).

Auch bei der Frage nach Werten, die jungen Menschen wichtig sind, zeigt sich die Bedeutung von Umweltthemen: Die Autoren der Studie betonen, dass im Vergleich zum Jahr 2002 besonders der Wert umweltbewusstes Leben an Bedeutung gewonnen habe (71 Prozent bejahen ihn 2019 / 2002: 60 Prozent). Einen ähnlichen Bedeutungszuwachs hat demnach der Wert politisches Engagement erfahren (2019: 34 Prozent / 2002: 22 Prozent).

Der Untertitel der Studie lautet: „Eine Generation meldet sich zu Wort“. Trotzdem bezeichnet sich weniger als die Hälfte der Befragten als politisch interessiert oder stark interessiert. Fast vier von fünf Jugendlichen und jungen Erwachsenen (hier: 15 bis 25 Jahre) sind demnach mit der Demokratie in Deutschland zufrieden. Besonders in Ostdeutschland habe sich die Zufriedenheit stark erhöht: Während sie 2015 noch bei gut 50 Prozent lag, stieg sie nun auf zwei Drittel.

Für die Shell-Jugendstudie werden seit 1953 alle drei bis fünf Jahre junge Menschen zu ihren Einstellungen befragt.