Stuttgart Plakataktion als Mahnung vor Atomkrieg

Von tilman Baur 

Seit Freitag erinnern vier große Plakate in Stuttgart an den Abwurf der Atombomben in Hiroshima und Nagasaki vor 75 Jahren. Es soll eine Mahnung sein.

Deutlicher Appell in Stuttgart Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Deutlicher Appell in Stuttgart Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Stuttgart - Trümmer, Schutt und Asche: Das Foto der Stadt Hiroshima zeigt, was Atombomben anrichten können. Aufgenommen haben es amerikanische Streitkräfte. Wenige Tage zuvor, am 6. August 1945 um 8.15 Uhr Ortszeit, hatten sie zum ersten Mal in der Geschichte eine Atombombe abgeworfen. Drei Tage später ereilte die Stadt Nagasaki das gleiche Schicksal. Seit Freitag erinnern vier große Plakate in Stuttgart an die Ereignisse: in der Tübinger Straße Ecke Cottastraße, in der Landhausstraße, am S-Bahnhof Bad Cannstatt und in der Rosensteinstraße.

Angst vor einem Atomkrieg

Als Teil einer bundesweiten Aktion des Netzwerks Friedenskooperative mit 275 Plakaten in 150 Städten sollen sie als Mahnung sichtbar sein. In Stuttgart hat der Verein Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs die Aktion koordiniert und sich am Freitag in der Tübinger Straße getroffen.

„Wir verbinden dieses Bild mit dem Appell an die Bundesregierung, die katastrophalen humanitären Folgen eines Atomwaffeneinsatzes anzuerkennen und endlich den Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen vom 7. Juli 2017 zu ratifizieren“, sagte Jörg Schmid, Sprecher des Vereins. Schmid sagte, dass die Gefahr eines Atomkriegs nie größer gewesen sei als in diesem Jahr.




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