SV Waldhof Mannheim Optimismus nach Rückkehr in Profifußball

Von red/dpa/lsw 

Waldhof Mannheim hat viel Selbstbewusstsein aus dem Saisonstart in der 3. Liga mitgenommen, aber auch die Erkenntnis gewonnen, dass noch Personal fehlt. Begehrt ist ein früherer Bundesliga-Profi.

Waldhof Mannheim spielt in dieser Saison in der 3. Liga. Foto: dpa
Waldhof Mannheim spielt in dieser Saison in der 3. Liga. Foto: dpa

Chemnitz - Nach dem Unentschieden zum Saisonauftakt in der 3. Liga blickt der SV Waldhof Mannheim optimistisch in die Zukunft. Beim 1:1 beim Chemnitzer FC am Sonntag zeigte der Aufsteiger, dass er sportlich mithalten kann. Vor dem ersten Heimspiel am Samstag gegen den SV Meppen überwogen die positiven Erkenntnisse nach den ersten 90 Minuten im Profifußball nach 16 Jahren Abstinenz.

„Dann holen wir den ersten Dreier eben nächste Woche gegen Meppen“, sagte Marco Schuster. Schuster gehörte zu den besten Mannheimern, die bewiesen, dass sie in der neuen Spielklasse nicht nur mitmischen, sondern sie mit ihrem gepflegten Fußball bereichern können. Dafür wollen sie sich fortan mit besseren Ergebnissen belohnen. „Schade, dass wir nicht auch noch das zweite Tor gemacht haben“, sagte Trainer Bernhard Trares mit Blick auf die ersten 45 Minuten, in denen die Mannheimer nicht nur klar besser waren, sondern auch einige klare Chancen neben dem 1:0 von Maurice Deville besaßen.

In der Meistersaison in der Regionalliga Südwest bestachen die Waldhöfer mit einer guten Chancenverwertung, in Chemnitz ließen sie zu viel liegen. Dennoch sagte Trares: „Wir haben es insgesamt gut gemacht, vor allem in der ersten Halbzeit hat vieles funktioniert.“

Personell wollen die Mannheimer noch einmal nachlegen

Nicht ganz zufrieden war Trares damit, dass er in der zweiten Hälfte von der Bank nicht wie gewünscht nachlegen konnte. „Da hat uns ein bisschen die Power gefehlt“, sagte der Fußballlehrer. Mit Gianluca Korte (grippaler Infekt), Mohamed Gouaida (Muskelfaserriss), Raffael Korte (Meniskus-OP) und Mounir Bouziane (Schambeinentzündung) fehlten in Chemnitz vier potenzielle Stammkräfte. Neuzugang Arianit Ferati, Mete Celik und Marcel Hofrath weisen noch Trainingsrückstand auf.

Das führte dazu, dass in Chemnitz Dennis Franzin, eigentlich spielender Co-Trainer der zweiten Mannschaft, sein Drittliga-Debüt für den SVW feierte. Aktuell fehlt dem Kader die Breite, so dass Trares darauf hofft, bald mehr Alternativen zu haben. Personell wollen die Mannheimer noch einmal nachlegen.

Nicht offiziell bestätigt, aber durchgedrungen ist das Interesse an Max Christiansen von Zweitligist Arminia Bielefeld. Der 22-Jährige passt als zentraler Mittelfeldspieler, der auch schon als rechter Verteidiger gespielt hat, perfekt ins Anforderungsprofil von Trares. Eine Verpflichtung ist allerdings nicht einfach, weil dem ehemaligen Bundesligaspieler Anfragen mehrerer Vereine vorliegen. Bislang konnten sich Waldhof und der Spieler finanziell nicht einigen.