Tatort-Vorschau: „Vom Himmel hoch“ Täter und Opfer auf der Couch

Frau Dr. Dietrich (Beate Maes, li.) hilft Odenthal (Ulrike Folkerts) bei den Ermittlungen. Foto: SWR 8 Bilder
Frau Dr. Dietrich (Beate Maes, li.) hilft Odenthal (Ulrike Folkerts) bei den Ermittlungen. Foto: SWR

„Vom Himmel hoch“, der neue „Tatort“ aus Ludwigshafen, führt nach Ramstein – und damit indirekt in den Krieg.

Kultur: Adrienne Braun (adr)
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Ludwigshafen - Wer rechnet denn schon mit einer Leiche? Deshalb wischt Frau Dr. Dietrich (Beate Maes) den Flur auch erst mal gründlich durch, bis sie feststellt: Das hier war Blut. Ihr Kollege liegt tot in seinem Büro. Er war ein renommierter Psychologe, der Flüchtlinge behandelt hat, aber auch traumatisierte Soldaten. Täter und Opfer gleichermaßen. Hat ihm das jemand verübelt?

„Vom Himmel hoch“ führt Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und Johanna Stern (Lisa Bitter) in eine Welt, die in Krimis eher selten verhandelt wird, in Ludwigshafen aber vor der Tür liegt: Ramstein, das Hauptquartier der US-Air Forces in Europa. Über die Patientenakten des ermordeten Psychologen kommen die Ermittlerinnen auf verschiedene Spuren - und das Drehbuch verquickt den Mord mit einem Attentat auf einen US-Staatssekretär aus dem Verteidigungsministerium, der gerade in Deutschland auf Staatsbesuch ist. Zwar ist das eine hochbrisante Lage, doch der Oberstaatsanwalt weist seine Kommissarin an: „Füße stillhalten!“

Der Autor und Regisseur Tom Bohn schlägt ein eher langsames Tempo an und erzählt unaufgeregt, aber durchaus spannend, wie konkret die Kriegseinsätze der US-Armee in den deutschen Alltag hineinwirken. Auch wenn Lena Odenthal noch einige Sehnsuchtstränchen über ihren einstigen Kollegen Kopper verdrückt, raufen sich die beiden Kommissarinnen nun endlich zusammen – und es wird gleich gefährlich für Lisa Stern in einem originellen und sehenswerten Finale.

Sonntag, 9. Dezember, 20.15 Uhr, ARD




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