Tennisbezirk Stuttgart/Böblingen/Calw Plus in der Kasse und stabile Mitgliederzahlen

Von Thomas Volkmann 

Der Bezirk Stuttgart/Böblingen/Calw hat nach dreijähriger Suche wieder einen Sportwart.

Gastgeber Manfred Kiefer,  WTB-Präsident Ulrich Lange  und sein designierter Nachfolger  Uwe Gärtner (von links). Foto: Thomas Volkmann
Gastgeber Manfred Kiefer, WTB-Präsident Ulrich Lange und sein designierter Nachfolger Uwe Gärtner (von links). Foto: Thomas Volkmann

Leonberg - Erfreuliche Teilnehmerzahlen bei Meisterschaften, Wachstum in der Winterhallenrunde, stabile Mit­gliederzahlen in den Vereinen und ein fünfstelliges Plus in der Kasse – der Rückblick des Bezirksvorsitzenden Manfred Kiefer in der Jahresversammlung des Bezirks C (Stuttgart-Böblingen-Calw) im Bürgerhaus Maichingen ist positiv ausgefallen.

Nach dreijähriger Suche präsentierte er zudem einen Bezirkssportwart. Der neue im Team des für drei Jahre von rund 70 Vertretern der insgesamt 134 Bezirksvereine einstimmig wiedergewählten Bezirksrats heißt Jürgen Wacker und ist mit seiner Erfahrung aus 27 Jahren als Sportwart der TA VfL Sindelfingen, so Kiefer, eine „optimale Besetzung“. Ebenfalls neu in den Bezirksrat gewählt worden ist Jürgen Döttling vom TC Maichingen. Er gehört seit einigen ­Jahren dem WTB-Ausschuss für Vereinsservice an und übernimmt das Referat für Vereinsentwicklung. „Er wird damit zu einem Dienstleister für Vereine und unterstützt zielgerichtet, wie sich Vereine in ihrer Entwicklung verbessern können“, umriss Manfred Kiefer seine Aufgaben.

20 000 Euro für den Verband

Dass 20 000 Euro aus der Bezirkskasse dem württembergischen Tennis-Bund (WTB) zugeführt wurden, ist nicht nur das Ergebnis eines umsichtigen Wirtschaftens, sondern auch stets hoher Teilnehmer­zahlen bei Bezirksturnieren sowie Mannschaftswettbewerben. Nur noch einem weiteren der sechs Bezirke ist es gelungen, einen vierstelligen Überschuss zu erwirtschaften, der Rest hängt am Tropf des ­Landesverbandes.

Von einer positiven Entwicklung berichtete auch Ulrich Lange. Der WTB-Präsident steht nach 18 Jahren an der Spitze des zweitgrößten Landesverbandes im April nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung. „Wir haben 2018 ein absolut gutes Jahr gehabt und den WTB mit der Sanierung des Landes­leistungszentrums sowie dem Bau eines neuen Sportlerheims im Stuttgarter Emerholz auf einen guten Weg in die Zukunft gebracht“, so der 76-Jährige.

An Langes designiertem Nachfolger Uwe Gärtner, seit 18 Jahren Schatzmeister des WTB und – wie der Merklinger selbst sagt – „ein Kind des Bezirks“, war es dann, Anträge vorzutragen, über die bei der WTB-Delegiertenversammlung am 6. April in Reutlingen abgestimmt wird. Zwei ­Anträge mit „Sprengkraft“ betreffen das Thema Bälle. Während die TA TSV Altheim (Kreis Heidenheim) die Abschaffung der während der Verbandsrunde zu spielenden Bälle fordert und die Wahl den Heimmannschaften übertragen möchte, bittet der TC Waiblingen den WTB, zur Delegiertenversammlung 2020 einen eigenen Verbandsball, wie er bereits in vier Landesverbänden gespielt wird, vorzustellen.

Antrag beinhaltet Sprengstoff

Zum Altheimer Antrag meinte Gärtner: „Bisher baut das Ballsponsoring auf kalkulierbaren Mengen auf. Die Verträge mit den Ballfirmen machen 20 bis 25 Prozent unseres Jahresetats aus. Würden diese Einnahmen wegfallen, wäre die Gemeinnützigkeit des WTB infrage gestellt. Ich kann alle ­Delegierten nur bitten, diesen Antrag ab­zulehnen, er wäre tödlich für den Verband.“

Dem Waiblinger Antrag bescheinigt der 55-jährige Steuerberater zwar einen legitimen Ansatz, sieht im Detail aber ebenfalls Probleme. „Der exklusiv über nur einen Vertriebspartner angebotene Wilson-Ball wird im Fachhandel nicht erhältlich sein, der gewünschte Vorzugspreis beim Dunlop nur zu bestimmten Frühorderzeiten – und wir als Verhandlungsführer der Ballverträge werden damit geknebelt, das ist nicht tragbar“, so Uwe Gärtner.