Umstrittenes Posting zur Flüchtlingskrise Felix Baumgartner kritisiert Asylpolitik

Von bec 

Felix Baumgartner ist nach einem Facebook-Posting zur Flüchtlingskrise einem Shitstorm ausgesetzt. Er schlägt zurück und empfiehlt den rechtspopulistischen Ministerpräsidenten Ungarn, Viktor Orban, für den Friedensnobelpreis.

Felix Baumgärtner muss nach seinem Facebook-Post einige Kritik einstecken. Foto: dpa
Felix Baumgärtner muss nach seinem Facebook-Post einige Kritik einstecken. Foto: dpa

Stuttgart - Der Extremsportler Felix Baumgartner kann nicht nur waghalsige Sprünge aus dem All - er kann auch mit seinen Äußerungen für Erregung im Netz sorgen. Auf Facebook veröffentlichte der 46-Jährige ein Posting über die aktuell geführte Asylpolitik in Europa, und kritisierte in einem Rundumschlag Merkels „desaströse Willkommenspolitik“, die islamische Kultur und die USA, die „Europa destabilisiert“.

 

Liebe Facebook Freunde, Fans, Hasser, Journalisten, Politiker und Sonstige!Es ist immer wieder erstaunlich welche...

Posted by Felix Baumgartner on  Dienstag, 26. Januar 2016
 
 

Anlass seiner Äußerung waren heftige Reaktionen, die er mit einem zuvor geteilten Spruch auf Facebook ausgelöst hatte: „Ein Land, in dem Angeln ohne Angelschein rechtlich bestraft wird und Menschen ohne Pass die Grenze überqueren, können nur Idioten regieren.“ Baumgartner erhielt auf der einen Seite viel Zuspruch, war aber gleichzeitig einem Shitstorm in den sozialen Netzwerken ausgesetzt.

In seiner Facebook-Replik bemängelt der ehemalige Basejumper die Willkommenspolitik Angela Merkels, die „nicht mehr die Lösung, sondern das Problem selbst ist. Das sehen mittlerweile auch viele in ihrer Partei so. Alle derzeitigen Schritte der Regierung sind Verzweiflungslösungen und helfen weder den Flüchtlingen noch dem eigene Volk.“

„Wir erheben den Anspruch politisch korrekt zu sein“, so Baumgartner weiter, „Politik und Korrektheit sind so gegensätzlich wie der Islam und das Christentum.“ Den islamischen Kulturkreis diffamiert er als frauenfeindlich: „Was wird aus unseren Frauenrechten, wenn wir dieses Land mit einer Kultur teilen müssen bei der Frauen keine Rechte haben?“, schreibt der Salzburger, der erst vor kurzem mit einem Foto für Aufsehen sorgte, auf dem er seine Ehefrau als Tisch benutzt.

 

That's why I love my girlfriend. She is always there for me.FELIXPhoto by Anna Zora

Posted by Felix Baumgartner on  Montag, 17. August 2015
 

 

Schließlich schießt er auch gegen den amerikanischen Präsidenten und Friedensnobelpreisträger Barack Obama, der „in seiner Amtszeit mehr Drohnen-Einsätze und damit verbunden das Töten vieler unschuldiger Menschen zu verantworten hat.“ Im Gegenzug fordert er den Friedensnobelpreis auch für den rechtspopulistischen, ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban, denn „er hat das einzig Richtige getan. Sein Land uns sein Volk, das ihn gewählt, hat zu schützen!“ Orban hat erst vor kurzem verkündet, keine Asylsuchenden mehr durch das Land ziehen zu lassen und wird seit seinem Amtsantritt 2010 dafür kritisiert, die Menschenrechte in Ungarn systematisch einzuschränken.

Baumgartner ist nicht nur für seinen vor drei Jahren vollführten Stratosphären-Sprung aus 39 Kilometern Höhe bekannt. Im selben Jahr machte er auch negative Schlagzeilen, als er sich in einem Interview für eine „gemäßigte Diktatur“ aussprach, „wo es ein paar Leute aus der Privatwirtschaft gibt, die sich wirklich auskennen.“