Universität Hohenheim in Stuttgart Forschungsteam entwickelt Empfehlungen für Schweinehalter

Von red/epd 

Agrarwissenschaftler der Universität Hohenheim empfehlen Schweinehaltern beispielsweise dafür zu sorgen, dass sie wühlen können. Langeweile könne die Tiere ansonsten aggressiv machen.

Stuttgarter Forscher wollen herausfinden, welche Haltungsbedingungen Schweinen gut tun. (Symbolbild) Foto: dpa/Marijan Murat
Stuttgarter Forscher wollen herausfinden, welche Haltungsbedingungen Schweinen gut tun. (Symbolbild) Foto: dpa/Marijan Murat

Stuttgart/Nürtingen - Um das Wohl von Schweinen zu verbessern, hat ein Forschungsteam Empfehlungen für Schweinehalter entwickelt. Beispielsweise sei es wichtig, die Tiere zu beschäftigen, damit ihnen nicht langweilig wird und es zu aggressivem Verhalten kommt, so die Agrarwissenschaftlerin und Projektleiterin Eva Gallman von der Universität Hohenheim in Stuttgart laut einer Mitteilung ihrer Universität vom Montag. Auch die Bodenfütterung trage zum Schweinewohl bei: „So können Schweine wühlen und suchen, wie sie es auch in der Natur machen würden.“

Dass Schweine gerne wühlen, spielt auch für die Einstreu eine große Rolle: „Die Tiere brauchen verschiedene Bereiche. So können beispielsweise Teile des Stalls mit Wühlerde eingestreut sein, damit die Tiere ihrem Wühltrieb nachkommen können. In anderen Bereichen können Untergründe mit Stroh sinnvoller sein.“

Projekt wird vom Land gefördert

Auch ausreichend Platz sei wichtig, optimal sei eine Kombination von Außen- und Innenbereich, so dass die Schweine sich der Witterung entsprechend in die Sonne legen oder zurückziehen und ausreichend bewegen können. Zusammen mit Maren Bernau von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen unterstützt Gallmann mit dem Forschungsprojekt die Entwicklung von 36 innovativen Stallkonzepten.

Neben dem Tierwohl konzentriert sich das Projekt, das bis 2022 läuft, auch auf den schonenden Umgang mit Ressourcen, die Öffentlichkeitsarbeit und die Schaffung von Funktionsbereichen innerhalb des Stalls. Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg fördert das Projekt mit 265.084 Euro.

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