Verdacht der Vorteilsgewährung Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Daimler-Vorstandsmitglied

Von dpa 

Ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Daimler-Chef Dieter Zetsche? Das zumindest berichtet die „Wirtschaftswoche“ online. Es geht um den Verdacht der Vorteilsgewährung. Die Berliner Staatsanwaltschaft will jedoch keine Namen nennen.

Die Berliner Staatsanwaltschaft bestätigte, dass sie gegen ein Daimler-Vorstandsmitglied ermittelt. Ob es sich dabei um Dieter Zetsche handelt, wollte ein Sprecher nicht sagen. Foto: EPA
Die Berliner Staatsanwaltschaft bestätigte, dass sie gegen ein Daimler-Vorstandsmitglied ermittelt. Ob es sich dabei um Dieter Zetsche handelt, wollte ein Sprecher nicht sagen. Foto: EPA

Steht Daimler-Chef Dieter Zetsche im Fokus der Staatsanwaltschaft? Das zumindest berichtet die „Wirtschaftswoche“ online. Es geht um den Verdacht der Vorteilsgewährung. Die Berliner Staatsanwaltschaft will jedoch keine Namen nennen.

Berlin - Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen mindestens ein Mitglied aus dem Vorstand der Daimler AG. Es bestehe der Verdacht der Vorteilsgewährung im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen den Ex-Staatsminister im Kanzleramt, Eckart von Klaeden (CDU), sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Freitag. Namen wollte Steltner nicht nennen. Die „Wirtschaftswoche“ berichtete zuvor online, Daimler-Chef Dieter Zetsche sei im Visier der Ermittler.

Daimler bestätigte die Ermittlungen der Berliner Staatsanwaltschaft und kündigte an, deren Arbeit unterstützen zu wollen. Ein Sprecher betonte, dass das Unternehmen fest davon überzeugt sei, „dass die Verantwortlichen der Daimler AG korrekt gehandelt haben“. Auch die Integrität von Eckart von Klaeden stehe nicht infrage.

Gegen von Klaeden ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Vorteilannahme. Er hatte bereits im Mai angekündigt, Ende des Jahres Leiter der Abteilung Politik und Außenbeziehungen bei Daimler zu werden. Die Opposition forderte, ihn wegen Interessenskonflikten zu entlassen. Sowohl Klaeden selbst als auch die Bundesregierung und Daimler wiesen die Kritik stets zurück. Der 47-Jährige war seit Oktober 2009 Staatsminister im Kanzleramt und bat kurz nach der Bundestagswahl im September um seine Entlassung. In seiner Amtszeit bekam er auch interne Vorlagen zu Umweltauflagen für Autos zu sehen.