Viruserkrankung Muss man die Hepatitis-B-Impfung auffrischen?

Für Hepatitis C gibt es im Gegensatz zu Hepatitis B noch keine Schutzimpfung. Foto: dpa/Julian Stratenschulte
Für Hepatitis C gibt es im Gegensatz zu Hepatitis B noch keine Schutzimpfung. Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Hepatitis B ist hochansteckend und kann zu einer chronischen Erkrankung führen. Viele Kinder werden bereits im Säuglingsalter dagegen geimpft. Doch muss diese Immunisierung aufgefrischt werden?

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Hepatitis B ist laut Angaben der Deutschen Aidshilfe eine Leberentzündung, die durch das Virus HBV verursacht wird. Sie ist sehr ansteckend und wird meist durch Blut, zum Teil aber auch durch andere Körperflüssigkeiten, übertragen. Vor allem beim Geschlechtsverkehr, der gemeinsamen Benutzung von Spritzen, Zahnbürsten, Rasierern oder beim Piercen und Tätowieren mit nicht sterilen Geräten besteht ein besonders hohes Infektionsrisiko. Als sicherer Schutz gegen Hepatitis B gilt laut Robert-Koch-Institut (RKI) die Impfung.

Muss die Hepatitis B Impfung aufgefrischt werden?

Seit 1995 empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko), Säuglinge, Kinder und Jugendliche gegen Hepatitis B zu impfen. Im Erwachsenenalter wird es nur besonders gefährdeten Personengruppen empfohlen.

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Für die Grundimmunisierung sind je nach Alter und Impfkombination drei bis vier Impfungen nötig. Diese erfolgen in Abständen von einem Monat – bei der zweiten Dosis – und sechs Monaten. Danach muss die Hepatitis-B-Impfung im Normalfall laut Angaben der Stiko nicht mehr aufgefrischt werden. Auch bei einer Immunisierung im Säuglingsalter geht die Impfkommission davon aus, dass der Schutz mindestens bis zu 15 Jahre, eventuell sogar lebenslang, besteht.

Ausnahme bei gefährdeten Personengruppen

Bei Personen, die infolge einer Erkrankung ein geschwächtes Immunsystem haben oder einem sehr hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind, sollte laut der Stiko eine Blutkontrolle durchgeführt und gegebenenfalls eine Auffrischungsimpfung gespritzt werden.

Hierzu gehören laut dem Bundesministerium für Gesundheit zum Beispiel Dialysepatienten, Kontaktpersonen von an Hepatitis B erkrankten Personen, HIV-Positive, Personen mit häufig wechselnden Sexualpartnern, Personen mit injizierendem Drogengebrauch, medizinisches Personal und Ersthelfer.

 

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