Wolftechnik Filtersysteme Bekenntnis zur Keplerstadt

Von Hans Jörg Ernst 

Die Firma Wolftechnik Filtersysteme investiert eineinhalb Millionen Euro in einen Neubau.

Doppelte Freude für Stadt und Unternehmer bei der Grundsteinlegung: Rolf Stäbler (Fa. Stäbler), Carsten Kuligowski (Volksbank), Susanne Widmaier (Beigeordnete), Peter Krause, (Fa. Wolftechnik), Thilo Schreiber (Bürgermeister) und Christoph Mischke (Architekt). Foto: Hans Jörg Ernst
Doppelte Freude für Stadt und Unternehmer bei der Grundsteinlegung: Rolf Stäbler (Fa. Stäbler), Carsten Kuligowski (Volksbank), Susanne Widmaier (Beigeordnete), Peter Krause, (Fa. Wolftechnik), Thilo Schreiber (Bürgermeister) und Christoph Mischke (Architekt). Foto: Hans Jörg Ernst

Weil der Stadt - Es ist ein Tag der doppelten Freude. Auf der einen Seite für Sie als Unternehmer, dass es jetzt endlich los geht und natürlich auch ein Tag der Freude für die Stadt“, erklärt Weils Bürgermeister Thilo Schreiber. Zusammen mit der Ersten Beigeordneten und Wirtschaftsförderin der Stadt, Susanne Widmaier, stand der Schultes auf der Baustelle der Firma Wolftechnik Filtersysteme in der Malmsheimer Straße in lockerer Runde mit Architekt, Bauunternehmer, Banker und dem Geschäftsführer Peter Krause, der zur Grundsteinlegung eingeladen hatte.

Mehr Flächen für Gewerbe

Der Spezialist für Filtersysteme investiert rund 1,55 Millionen Euro in eine neue Lagerhalle, Büros und Schulungsräume an seinem Standort in Weil der Stadt. In der Keplerstadt und in ihren Ortsteilen gibt es nur wenige große Gewerbeflächen. Firmen, die in den Standort investieren, seien deshalb wichtig, erklärte Thilo Schreiber. „Und wenn es dann auch noch Bestandsfirmen sind, die sich erweitern wollen, dann ist das ein besonders gutes Zeichen für unsere Stadt“, betonte der Bürgermeister. Dass die Keplerstadt für Gewerbebetriebe attraktiv ist, das unterstreicht auch Susanne Widmaier. Es gäbe zahlreiche Anfragen nach Gewerbeflächen, sagt Widmaier, die auch für Wirtschaftsförderung zuständig ist. „Wir sind von wunderschönen Natur- und Landschaftsschutzgebieten umgeben und auch die Topografie mit ihren Hanglagen bietet sich gut für Wohnbebauung, nicht jedoch für Gewerbegebiete an“, sagt Widmaier. Gemeinsam mit dem Verband Region Stuttgart und dem Landratsamt werde man aber versuchen, maßvoll zusätzliche Flächen für Industrie und Gewerbe auszuweisen, so Widmaier. Ein zentraler Punkt in der Wirtschaftsförderung sei es aber gerade deshalb auch, alteingesessene Firmen in Weil der Stadt zu halten.

Im Fall der Firma Wolftechnik ist das gelungen. Seit den 70er Jahren entwickelt der Mittelständler innovative Filtersysteme, die in etlichen Branchen eingesetzt werden: Lebensmittelindustrie, Chemie, Kosmetik, Medizin, Wasseraufbereitung oder Optik. Am gewachsenen Standort an der Malmsheimer Straße entsteht jetzt ein rund 600 Quadratmeter großes Gebäude. Mit dem Neubau kann das Unternehmen ein bisher extern angemietetes Lager aufgeben und mit der Neuorganisation der Lagerlogistik übersichtlichere und effektivere Lagerprozesse schaffen. Außerdem wird ein geeignetes Umfeld für Schulungen und Seminare entstehen. Geplante Fertigstellung ist im Dezember 2017.

Der Mittelständler beschäftigt derzeit 26 Mitarbeiter am Standort. In den nächsten zwei Jahren sollen noch einmal vier dazukommen.

Der Wunsch: Ein Business-Hotel

Der Weil der Städter Peter Krause fühlt sich auch als Unternehmer wohl in seiner Stadt, auch wenn er nicht mit allem glücklich ist. „Natürlich die Gewerbesteuererhöhung in diesem Jahr. Das finde ich für Weil der Stadt nicht den richtigen Weg, um aus der Einnahmemisere herauszukommen“, findet Peter Krause und auch, dass es derzeit noch kein Business-Hotel in der Stadt gäbe, sei ungünstig. „Von der Planung her wäre es leichter gewesen auf der grünen Wiese zu bauen, als an den Bestand anzubauen“, erklärt der Geschäftsführer. Hier zu bleiben sei neben dem positiven Umfeld, vor allem der guten Anbindung an die S-Bahn, dem schnellen Weg zur Autobahn sowie zum Flughafen geschuldet. „Und auch der Wohnsituation unserer Mitarbeiter, die alle hier in der Nähe leben und junge Familien haben“, betont Peter Krause.