Einzelhandel im Kreis Ludwigsburg Gerlinger haben viel Geld zum Shoppen

Mit vollen Tüten raus aus den Läden: der Kreis Ludwigsburg ist laut einer IHK-Studie nach wie vor attraktiv für den Handel. Doch immer mehr Umsatz wird im Netz gemacht. Foto: dpa
Mit vollen Tüten raus aus den Läden: der Kreis Ludwigsburg ist laut einer IHK-Studie nach wie vor attraktiv für den Handel. Doch immer mehr Umsatz wird im Netz gemacht. Foto: dpa

Laut einer neuen IHK-Studie haben die Einwohner in Gerlingen am meisten Geld zum Einkaufen zur Verfügung. Besonders gern shoppen gehen die Menschen laut der Studie in Ludwigsburg – und in Kirchheim am Neckar.

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Ludwigsburg - Der Kreis Ludwigsburg gehört zu den wohlhabendsten in der Region – und ist daher für den Handel besonders attraktiv. Dieses Fazit zieht eine Studie, welche die Industrie- und Handelskammer (IHK) nun veröffentlicht hat.

Demnach haben die Einwohner des Kreises in diesem Jahr fast 3,9 Milliarden Euro zur Verfügung, um einzukaufen. Etwa ein Fünftel der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft von 19,8 Milliarden in der Region Stuttgart entfällt somit auf den Kreis, der allerdings hinter der Landeshauptstadt mit 4,6 Milliarden Euro liegt. Pro Kopf kann jeder in Ludwigsburg und Umgebung laut der Studie in diesem Jahr 7153 Euro ausgeben, was deutlich über dem deutschlandweiten Schnitt von 6582 Euro liegt: selbst in Bönnigheim, der Kommune mit dem kreisweit geringsten Wert, haben die Bürger mehr zum Einkaufen zur Verfügung, genau 6618 Euro. Die reichsten Einwohner hat laut der IHK-Erhebung die Stadt Gerlingen mit einer durchschnittlichen Kaufkraft von 8302 Euro – die Strohgäu-Kommune liegt damit regionsweit an der Spitze.

Kirchheim ist der überraschende Spitzenreiter

Die starke Kaufkraft resultiert laut Nicole Porsch, der Vizepräsidentin der Ludwigsburger IHK, aus der guten Einkommens- und Beschäftigungssituation: „Das macht unseren Kreis sehr attraktiv für den Handel.“ Damit dies so bleibe, müssten die Bedingungen stimmen – und zu denen zählen laut Nicole Porsch auch die Erreichbarkeit der Läden und Geschäfte sowie „ausreichend attraktive Parkmöglichkeiten“.

Dass von den 3,9 Milliarden Euro an Kaufkraft nur 2,9 Milliarden in den Kassen der hiesigen Händler landen, liegt an Ausgaben außerhalb des Kreises – und am Onlinehandel. Dessen Umsätze steigen auch in der Region Stuttgart weiter an.

Besonders laut klingeln laut der Erhebung die Kassen der Händler in Ludwigsburg (957 Millionen Umsatz) und Bietigheim-Bissingen (335 Millionen). Gemessen an der Einwohnerzahl belegt allerdings die kleine Gemeinde Kirchheim am Neckar die Spitzenposition: 10 780 Euro setzen die Geschäfte hier pro Kopf um.

Und Kirchheim ist noch in einem anderen Ranking Spitzenreiter: der sogenannte Zentralitätswert beschreibt die Attraktivität eines Einkaufstandorts. Grob gesagt bedeutet der Kirchheimer Wert von 178, dass 78 Prozent mehr im örtlichen Handel umgesetzt wird, als es angesichts der Kaufkraft eigentlich zu erwarten wäre. Erklärbar ist das vor allem mit vielen Einkäufern von außerhalb. Auch die Kreisstadt zieht viele Kunden aus dem Umland an: sie erreicht eine Zentralitätswert von 165.




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