Festival des Clubs Bastion in Kirchheim/Teck Manfred Mann’s Earth Band verspricht Welthits

Manfred Mann hat in seiner Band noch immer den Hut auf. Foto: Promo-Foto
Manfred Mann hat in seiner Band noch immer den Hut auf. Foto: Promo-Foto

Das Rollschuhplatz Open Air des Kirchheimer Clubs Bastionbietet wieder eine breite Programmvielfalt.

Kirchheim - Der Monat Juni hat es in Kirchheim gehörig in sich: Kaum sind das Großereignis Musiknacht mit Tausenden Besuchern in der Innenstadt und das Street Food Festival draußen bei der Hahnweide über die Bühne(n) gegangen, da folgen zum Monatsendspurt zwei weitere Fixpunkte der Geselligkeit: Am 29. und 30. Juni ist im Zeichen von Haft ond Hoka das Stadtfest angesagt – und gleichzeitig steigt auf dem Rollschuhplatz das Open-Air-Festival des Clubs Bastion. Schließlich streckt auch das Weindorf im August bereits seine Fühler aus.

Festival wird neu ausgerichtet

Das Freiluftereignis des Clubs steht aus zweierlei Gründen sozusagen unter verschärfter Be(ob)achtung: Zum einen wird am Samstag, 29. Juni, Beginn 20 Uhr, mit Manfred Mann’s Earth Band eine schon legendäre Popformation erwartet, zum andern gilt das Konzept des 16. Festivals als eine weitere Nagelprobe für die vor zwei Jahren erfolgte Neuausrichtung des Musikereignisses im malerischen Schatten der historischen Stadtmauerrelikte.

2017, so der Musiker Günther Scheuring, der beim Rollschuhplatz-Ausschuss des Clubs seine Szenenkenntnisse und Verbindungen zu Veranstaltern einbringt, habe ein „Top-act“ her müssen, weil die kostenlose musikalische Konkurrenz auf dem Stadtfest die mit einem bescheidenen Obolus belegten Open-Air-Beiträge der Festivalstrategen vollends an die Wand zu spielen drohte. Man sei damals voll auf Risiko gegangen, aber die Verpflichtung der Spider Murphy Gang habe sich als „Glücksfall“ erwiesen, sagt Scheuring.

Von Mighty Quinn bis Father of day

Dasselbe erhoffen sich die Bastionsleute auch von der Earth Band, die nach wie vor und republikweit ihre Fangemeinden habe und deren Hits wie „Father of day, Father of night“, „Blinded by the light“ und erst recht „Mighty Quinn“ noch vielen in den Ohren nachklingen würden. Der 1940 im südafrikanischen Johannesburg geborene Manfred Mann ist mit 21 Jahren nach England übergesiedelt, seine anfänglichen Interpretationen von Bob-Dylan-Stücken, so heißt es, hätten den Meister vollauf zufrieden gestellt.

Neben Manfred Mann am Keyboard und als Sänger, zählt auch noch der Gitarrist Mick Rogers zu der Urtruppe. Steve Kinch bedient den Bass und John Lingwood sitzt am Schlagzeug. Mit dem 2011 verpflichteten Sänger Robert Hart, früher bei den glorreichen Jungs von Bad Company, sei der Sound insgesamt wieder rockiger geworden, sagt Scheuring.

Mit Interesse wird in Sachen Earth Band auch der Auftritt der Vorgruppe Xander & The Peace Pirates erwartet, ihr Engagement erfolgte auf ausdrücklichen Wunsch von Bandleader Manfred Mann. Das Vorkommen von „Piraten“ im Namen der Vorgruppe hat einen ernsten Hintergrund: Der Sänger und Gitarrist Keith Xander ist am rechten Arm behindert, bei seinem gleichwohl virtuosen Gitarrenspiel, so ist zu lesen, bedient er sich einer Art Piraten- oder Enterhakens. Die für ihren stringenten und ungekünstelten Bluesrockstil bekannte Musiktruppe verfügt bereits über reichlich internationale Erfahrungen und wird als „Support“ auch von arrivierten und renommierten Bandgrößen in Anspruch genommen. Was den samstäglichen Festivalabend angeht, so ist Günther Scheuring überzeugt, „dass wir die Hütte vollkriegen“. So langsam neige sich zwar das Kontingent von 1500 Karten seinem Ende zu, aber für Kurzentschlossene gäbe es ja noch die Abendkasse.

Am Sonntag ist Familientag

Am Sonntag, 30. Juni, steht dann das Karree um den Rollschuhplatz im Zeichen des Familientags – so will es die Tradition bei freiem Eintritt. Den Auftakt zur besten Weißwurscht- und Frühschoppenzeit um 11 Uhr bestreitet die hauseigene Bastionsband mit einschlägigem Rock- und Bluesmenü. Die siebenköpfige Formation ist ein fester Posten im heimischen Musikgeschehen und fungierte vor zwei Jahren auch als gefeierter Einheizer im Vorfeld der Bayerngang von Spider Murphy.

Den Faden in Richtung „Blauer Sonntag“ greift sodann die Kirchheimer Musikschule mit Aktiven der Gesangsklasse und gefolgt von der Rockband Blues Berry Shake auf. Und um das Dreigestirn der heimischen Musik- und Gesangsheroen voll zu machen, werden auch noch Ehemalige des Ludwig-Uhland-Gymnasiums erwartet, die unter „Big Band Kirchheim“ firmieren.

Beim Kakerlaki-Clowntheater und den schrägen Einlagen von Beppo und Ferdinand kommen dann noch die jüngsten Festivalbesucher auf ihre Kosten. Mit Salsaklängen samt obligatorischen Percussionspartien, berstenden Bläsersätzen und Gesangsbegleitung der Stuttgarter Connection Caballo Negro stürmt dann der Musikabend weiter, ehe Pigeons on the Gate mit Irish Folk und rockpoppigen Abstechern den Abend beschließen.




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