Gastronomie in Stuttgart-Sillenbuch Im „Schwanen“ kehrt wieder Leben ein

Die Brüder Michele und Giovanni Nardiello sowie Koch Marco Trabucco (v.l.)  arbeiten an der Neueröffnung der alten Weinstube zum Schwanen. Foto: Caroline Holowiecki
Die Brüder Michele und Giovanni Nardiello sowie Koch Marco Trabucco (v.l.) arbeiten an der Neueröffnung der alten Weinstube zum Schwanen. Foto: Caroline Holowiecki

Sieben Jahre lang stand das Lokal leer. Nun geht es in der ehemaligen Weinstube in Stuttgart-Sillenbuch unter dem Namen „Vecchio Amore“ weiter. Die Wirte sind im Bezirk keine Unbekannten.

Sillenbuch - In die ehemalige Alt-Sillenbucher Weinstube zum Schwanen kehrt das Leben zurück. Sieben Jahre lang stand die rustikale Wirtschaft im prägnanten Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert leer, jetzt steht das Lokal kurz vor der Wiedereröffnung. Am 1. Februar wird aufgemacht, und zwar unter dem Namen „Vecchio Amore zum Schwanen“. Das heißt auf Italienisch „alte Liebe“ – sprich: Aus der schwäbischen Weinstube wird ein Ristorante.

Die Brüder sind im Bezirk bekannt

Die Wirte sind im Bezirk keine Unbekannten. Giovanni (28) und Michele (27) Nardiello führen seit Ende 2018 im Heumadener Gebiet Über der Straße den Schluckspecht und haben die einstige Eckkneipe zum beliebten Treff gemacht. Zum Erfolg verholfen hat den Brüdern aus der süditalienischen Region Basilikata vor allem ihre Pinsa, eine Urform der Pizza, deren Sauerteig-Boden aus einem Mix aus Weizen-, Soja- und Reismehl hergestellt wird. Ihr kulinarisches Steckenpferd bringen die Gastronomen nach Alt-Sillenbuch mit. Alles in allem soll die Speisekarte im „Vecchio Amore“ aber etwas hochwertiger sein als im Heumadener Schwester-Lokal.

Wegen des Lockdowns erhalten die Gäste die Kreationen des Kochs Marco Trabucco (39) zunächst nur zur Abholung beziehungsweise geliefert. Auch steht anfangs nur eine reduzierte Speisekarte zur Verfügung. Warum trotzdem jetzt die Eröffnung? „Wir haben schon unterschrieben. Wir sind im Spiel, jetzt müssen wir spielen“, stellt Giovanni Nardiello klar. Der Pachtvertrag laufe bereits seit dem Herbst, die Erteilung der Konzession habe sich aber etwas hingezogen. „Wir haben auch Zeit gebraucht, um alles schön zu machen. Jetzt sind wir bereit zu starten“, sagt sein Bruder.

Historisches Haus mit großer Terrasse

Giovanni Nardiello tritt als Inhaber des Lokals an der Tuttlinger Straße in Erscheinung. Sowohl im historischen Haus mit der großen Terrasse als auch in der Nachbarschaft sieht er viel Potenzial. „Es ist eine sehr schöne Location mit Blick auf den Wald“, sagt er, außerdem gebe es kaum Konkurrenz, und der einstige Schwanen habe auch einen guten Ruf gehabt. Allerdings: Der Standort ist etwas ab vom Schuss. Wer mit dem Auto kommt, tut sich schwer, einen Parkplatz zu finden, Spaziergänger müssen einen steilen Berg überwinden. Giovanni Nardiello sieht es mit Humor. „Wir empfehlen, zu Fuß zu kommen. Wenn man den Berg hinuntergegangen ist, hat man Hunger, und nach dem Essen kann man sich die Kalorien wieder abtrainieren“, sagt er lachend.




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