Ihr Geburtsname ist Miraildes Maciel Mota, die (Fußball-)Welt kennt sie nur als Formiga. Die 43-Jährige hat ihre Länderspiel-Karriere beendet, ihre Mutter ehrte sie dabei auf ganz besondere Art.

Stuttgart - 233 Fußball-Länderspiele für Brasilien, Debüt 1995 mit 17 Jahren. Teilnahme an sieben Weltmeisterschaften sowie an sieben Olympischen Spielen, erstmals 1996, als Frauenfußball ins olympische Programm aufgenommen worden war. Dekoriert mit Silber 2004 und 2008. Zuletzt spielte sie bis Sommer 2021 für Paris Saint-Germain. Eine Karriere, wie sie im Fußball niemand vorweisen kann, weder bei den Frauen noch den Männern. Nun hat Miraildes Maciel Mota, genannt Formiga („Ameise“), geboren am 3. März 1978 in Salvador, bei einem internationalen Turnier in Manaus ihre Laufbahn beendet.

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Im Herzen des Amazonasgebiets bekam Formiga ihr Abschiedsspiel, sie wurde beim 6:1 über Indien gegen Ende eingewechselt, was die Fans mit lautem Applaus begleiteten. Nach dem Schlusspfiff hielt die sechsmalige Weltfußballerin Marta als Überraschungsgast eine Rede, zuvor hatten auch die männlichen Fußballidole Brasiliens Neymar und Pelé die 43-Jährige gewürdigt. Die heimliche Heldin des Tages war Formigas Mutter. Noch nie hatte Dona Celeste ein Länderspiel live verfolgt, weil sie unter Flugangst leidet, für diesen großen Tag hat die ältere Dame alle ihre Ängste weggewischt. Es war die bewegendste Hommage – sie galt nicht der Fußballerin Formiga. Sie galt ihrer Tochter Miraildes Maciel Mota.