Handball-Bundesliga TVB Stuttgart enttäuscht

Von ump 

Der Handball-Bundesligist TVB Stuttgart verliert in Leipzig 20:25 und steckt wieder im Abstiegskampf. Die Verantwortlichen finden deutliche Worte.

Einziger Lichtblick in Leipzig: Marian Orlowski Foto: Baumann
Einziger Lichtblick in Leipzig: Marian Orlowski Foto: Baumann

Leipzig - Der SC DHfK Leipzig und der TVB Stuttgart sind im Vorjahr gemeinsam aufgestiegen, doch inzwischen trennen sich die Wege immer mehr. Während die Sachsen nach dem 25:20-(12:8)-Sieg in dieser Saison weiter nur eine knappe Niederlage (gegen Meister Rhein-Neckar Löwen) auf dem Konto haben, rutscht der TVB verdammt nah an die Abstiegsränge. Stuttgarts Trainer Markus Baur hatte schon vorab Respekt gezeigt: „Leipzig hat eine sehr starke erste Saisonson gespielt – und ist gerade dabei, diese noch zu toppen.“

Am Sonntagmittag reichte allerdings eine eher durschnittliche Leistung, da die Gäste insgesamt eine harmlose Leistung ablieferten: „Es war ein schwaches Spiel von uns“, kristisierte der TVB-Geschäftsführer Michael Schweikardt, „mit der Leistung war nicht ansatzweise daran zu denken, hier zu gewinnen.“ Und warum nicht? „Weil schon die Basics fehlten. Wir waren zu mutlos und sind nicht dahin gegangen, wo’s weh tut.“

Im Angriff schwacher TVB

Die Kritik saß. Vor allem in Angriff entpuptte sich der TVB nicht gut, lag schnell mit 1:4 und 4:9 (20.) hinten – zwischendurch war sieben Minuten lang gar kein Treffer gefallen. Nach dem Wechsel das ähnliche Bild, auch wenn Marian Orlowski (8) für frischen Schwung sorgte. Schweikardt: „Er war gut“ – aber (neben Torwart Jogi Bitter) die Ausnahme: Zu wenig Tore, dafür fünf Zeitstrafen – in Unterzahl war der Rückstand nicht wettzumachen, auch wenn der TVB nochmals bis auf 14:17 (46.) herankam und es in der Schlussphase verstärkt mit dem umstrittenen siebten Feldspieler probierte.

„Wir müssen zulegen“, lautete Schweikardts Fazit. Da kommt die Länderspielpause gerade Recht. Auch für Dominik Weiß, der erstmals in den Kader der Nationalmannschaft für die Partien gegen Portugal (am Mittwoch) und in der Schweiz (am Samstag) berufen worden ist – wo er im Optimalfall neues Selbstvertrauen tanken und mitbringen kann. Denn die nächste Partie ist für den TVB ein Schlüsselspiel. Am 11. November gegen Lemgo müssen Punkte her, sonst verschärft sich der Abstiegskampf.

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