„Keiner kommt“-Festival Spaßinitiative soll Musikern helfen

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Das Line-Up des Hamburger Festivals „Keiner kommt – alle machen mit“ liest sich beeindruckend – doch es ist nur erfunden. Der Hintergrund dieser Initiative ist aber sehr ernst gemeint.

Ein sensationelles Aufgebot: einige der Bands, die „fast“ gespielt hätten. Foto: Festival
Ein sensationelles Aufgebot: einige der Bands, die „fast“ gespielt hätten. Foto: Festival

Stuttgart/Hamburg - Dieses Festival-Line-Up sucht seinesgleichen. Die Beatles und Abba kommen, Billie Eilish, unter den „Ferner-Liefen-Bands“ finden sich auch noch die Rolling Stones sowie Guns’n’Roses. Das klingt toll aber zugleich natürlich schon ein wenig unrealistisch – und so ist es natürlich auch. „Keiner kommt – alle machen mit“ heißt das Festival schließlich, das für den 12. Mai in Hamburg angesetzt ist.

Der Hintergrund ist allerdings ein ernsthafter. Die Initiatoren dieses „Festivals“ wollen auf diese Weise Geld sammeln für notleidende Hamburger Künstler und Musiker, die, weil zumeist freiberuflich tätig, von der Corona-Krise und wegbrechenden Aufträgen besonders hart getroffen sind.

Und so gibt es jetzt Tickets á 22 Euro für das Festival zu kaufen, und dieses Geld fließt den realen Hamburger Künstlern dann als Spende zu. Die Homepage dazu (keinerkommt.de) ist ebenso fein wie launig wie unbedingt lesenswert gestaltet, wie bei einem echten Festival kann man zusätzlich auch schon Bierbons, T-Shirts und sogar VIP-Tickets kaufen – alles für den guten Zweck, denn der Erlös wandert an die privaten Hamburger Theater- und Musikbühnen, die Hamburger Filmwirtschaft und die Hamburger Clubkultur.

Eine feine Idee, die – auch in Stuttgart – gerne dringend zur Nachahmung empfohlen ist.