Nach möglichem neuen Fall Snowden Weißes Haus mahnt zu Wachsamkeit

Präsident Barack Obama betrachte die Lage als ziemlich erst. Foto: AFP
Präsident Barack Obama betrachte die Lage als ziemlich erst. Foto: AFP

Nach der Festnahme eines externen Mitarbeiters des Geheimdienstes NSA hat die US-Regierung hat zu Wachsamkeit im Umgang mit Staatsgeheimnissen aufgerufen.

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Washington - Die US-Regierung hat nach der Festnahme eines externen Mitarbeiters des Geheimdienstes NSA zu Wachsamkeit im Umgang mit Staatsgeheimnissen aufgerufen. Alle Geheimnisträger müssten Informationen schützen, die die nationale Sicherheit gefährden könnten, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Josh Earnest. Präsident Barack Obama betrachte die Lage als ziemlich erst.

Zuvor hatten das Justizministerium bestätigt, der 51-jährige Harold Thomas M. sei wegen des mutmaßlichen Diebstahls von Geheiminformationen verhaftet worden. Er soll Geheimmaterial ohne Erlaubnis entfernt und aufbewahrt sowie Regierungseigentum gestohlen haben. Der Fall erinnert an Edward Snowden, der ebenfalls als externer Mitarbeiter der NSA 1,5 Millionen geheime Dokumente gestohlen und sie 2013 an Journalisten weitergegeben hatte. Dadurch wurde das Ausmaß von NSA-Abhöraktionen bekannt.

Welches Material M. gestohlen haben soll, blieb offen

Welches Material M. gestohlen haben soll, blieb offen. Zum Zeitpunkt der Festnahme im August hatte die US-Regierung eingestanden, dass Hacker-Werkzeuge der NSA möglicherweise ins Internet gelangt seien. Inwieweit es einen Zusammenhang zu der Festnahme gibt, war nicht klar.

Über die Festnahme hatte zuerst die „New York Times“ berichtet. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP arbeitete er für die NSA. In der Strafanzeige heißt es, M. habe bei einer Befragung erst geleugnet, aber schließlich doch eingestanden, dass er die Dokumente in Papier- und Digitalform in sein Haus und Auto mitgenommen habe.

M.s Verteidiger James Wyda und Deborah Boardman erklärten, es gebe keinerlei Hinweise darauf, dass M. sein Land habe verraten wollen.




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