OB-Kandidat in Böblingen Johannes Söhner will Harmonie in der Stadt

Vernetzt: Johannes Söhner Foto: Steffen Schrägle
Vernetzt: Johannes Söhner Foto: Steffen Schrägle

Johannes Söhner wirbt mit seiner Nähe zu den Menschen um Stimmen bei der Wahl zum Böblinger OB. Er sieht sich als Dirigent für ein vielfältiges Orchester.

Böblingen: Kathrin Haasis (kat)
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Böblingen - Johannes Söhner erklärt erst einmal, was er nicht ist: kein Profipolitiker, kein Jurist und kein Wissenschaftler. Er habe in Böblingen und Dagersheim studiert, als Organisator der Waldheime und als Diakon bei der evangelischen Kirche, der zuständig für die Zusammenarbeit mit den Schulen ist, sowie als Reiseunternehmer. „Ich weiß, was Kindern, Jugendlichen und Eltern wichtig ist“, sagt der 52-Jährige und, dass er ein erfolgreicher Macher, Gestalter und ein großer Vernetzer sei. Vor acht Jahren ist er bereits bei der Oberbürgermeisterwahl in Böblingen angetreten und hat fast 17 Prozent der Stimmen geholt. Als ein Dirigent beschreibt er sich, der ein Gefühl hat für das harmonische Zusammenspiel der verschiedenen Akteure. Böblingen wird seiner Ansicht nach zu sehr verwaltet – er will die Stadt gemeinsam mit dem Bürgern mehr gestalten.

Fünf Schwerpunkte hat sich Johannes Söhner gesetzt. Seiner Meinung nach werden die Gelder „komisch verteilt“. Im Bereich Bildung und Integration lautet sein Vorschlag, im letzten Kindergartenjahr die Gebühren zu erlassen, damit möglichst viele Kinder dort Deutsch lernen. Eine eigene Abteilung für Kindergärten und Schulen will er im Rathaus schaffen. Die Schulen seien so marode, dass die Schüler kältefrei bekommen würden, sagte er: „Das tut mir weh.“ Unter dem Stichwort Bürgernähe nimmt er sich der Vereine an. Einen Ansprechpartner möchte er für sie im Rathaus installieren und im Dagersheimer Haus der Vereine die Mieten senken. Der Verkehrsfluss in der Stadt soll seiner Ansicht nach verbessert werden – mit Vorschlägen aus der Bevölkerung. „Als die Ampeln einmal nicht funktionierten, lief der Verkehr besser“, behauptet Johannes Söhner.

Der Einzelhandel würde kranken, Gastronomen fühlten sich vernachlässigt, sagt Söhner

Um die Wohnproblematik zu lösen, hält der parteilose Kandidat eine Baugenossenschaft für angebracht. Das Verhältnis an Sozialwohnungen stimmt seiner Meinung nach nicht in Böblingen. Mehr Kulturangebote könnte die Stadt noch gebrauchen sowie ein Konzept für die bessere Nutzung der Kongresshalle. „Wir sind Global Player, aber es gibt auch viele Verlierer in Böblingen“, findet Johannes Söhner. Der Einzelhandel würde kranken, Gastronomen fühlten sich vernachlässigt. Mit einer glaubwürdigen und nachhaltigen Wirtschaftsförderung will er gegen diese Entwicklung steuern. „Ich würde gerne das Amt des Oberbürgermeisters übernehmen, damit endlich mal wieder eine Harmonie in Böblingen herrscht“, erklärt der Diakon.




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