Plochingen Keine Zukunft für die Werkrealschule

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Den Plochinger Schulen stehen größere Veränderungen bevor. Die Weichen dafür sind bereits gestellt.

Das Gymnasium braucht nach 40 Jahren eine Runderneuerung. Foto: Ines Rudel
Das Gymnasium braucht nach 40 Jahren eine Runderneuerung. Foto: Ines Rudel

Plochingen - Grundlegend umgestalten will die Stadt Plochingen das untere Schulzentrum zwischen der Marquardt-straße und der Tannenstraße. Dort sind zurzeit eine Werkrealschule, eine Realschule und das große Gymnasium Plochingen untergebracht.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung hat die Stadt folgenden Fahrplan beschlossen: Die Burgschule, zurzeit noch eine Werkrealschule, wird geschlossen. Die Realschule bleibt erhalten und bietet Werkrealschulabschlüsse an. In nächster Zeit wird das Gymnasium grundlegend saniert, und die Schulklassen werden, wenn erforderlich, in die leeren Räume der Burgschule einquartiert.

Stadt kann auf Containerlösungen verzichten

So kann die Stadt auf Containerlösungen für die Schüler verzichten. Ist die Sanierung des Gymnasiums Plochingen beendet, wird die Burgschule als reine Grundschule weitergeführt. Das Gymnasium wird sechszügig bleiben, berichtet der Plochinger Bürgermeister Frank Buß. Auch soll der Schulversuch am Gymnasium weitergeführt werden, denn das Gymnasium Plochingen hat auch einen Zug ohne Turbo: Hier kann man wie früher auch in neun Jahren das Abitur erwerben statt in acht. Dafür sprachen sich nicht nur der Gemeinderat und die Schulleitung aus, sondern auch der Elternbeirat. Er hatte dafür rund 900 Unterschriften gesammelt.

Was diese ganzen Maßnahmen kosten, steht noch in den Sternen. Hier will die Stadt erst genauere Pläne in Auftrag geben, bevor sie die Kosten veröffentlicht. Vor einiger Zeit war einmal ein Betrag um die 25 Millionen Euro im Spiel gewesen, und das dürfte auch die Hausnummer sein, die den Planungen zugrunde liegt.

70 Prozent aller Schüler kommen aus den Nachbargemeinden

Weil etwa 70 Prozent aller Schüler aus den Nachbargemeinden kommen, hat Frank Buß auch diese um eine Finanz­beihilfe gebeten. Dort habe er jedoch auf Granit gebissen. Deswegen plane die Verwaltung auch nicht, das Gymnasium zu vergrößern, und behalte sich vor, auswärtige Schüler abzuweisen, sagt Frank Buß. Die Werkrealschule soll bis zum Schuljahr 2018/19 aufgelöst werden. Wie in vielen anderen Städten auch, waren die Schülerzahlen dramatisch zurückgegangen. Diesen ganzen Plänen muss das Regierungspräsidium Stuttgart allerdings noch zustimmen.

Die Sanierung des Plochinger Gymnasiums war schon seit einigen Jahren in der kommunalen Diskussion. Das Projekt letztlich in Schwung gebracht hatte aber das Gebäude neben dem Gymnasium: das städtische Hallenbad. Dort war in der Decke Asbest gefunden worden, das Bad musste geschlossen werden. Darauf beschloss der Gemeinderat, das Hallenbad abzureißen und das Schulzentrum grundlegend umzugestalten.




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