Rastatt Keine Rettungsgasse nach Unfall - Fast 100 Verfahren eingeleitet

Von red/dpa/lsw 

Wer links fährt, weicht nach links aus, alle anderen fahren nach rechts – und das, bevor der Verkehr vollends zu Erliegen kommt. Auf der Autobahn 5 bei Rastatt hat das am Dienstag nicht geklappt. Das hat Konsequenzen.

Eigentlich ist es ganz einfach (Symbolbild). Foto: dpa/Peter Steffen
Eigentlich ist es ganz einfach (Symbolbild). Foto: dpa/Peter Steffen

Rastatt - Nach einem schweren Unfall mit einem Tankwagen auf der Autobahn 5 bei Rastatt haben zahlreiche Autofahrer die Rettungsgasse nicht freigehalten und werden deshalb zur Verantwortung gezogen. Es wurden am vergangenen Dienstag 98 Verstöße festgestellt, wie die Polizeidirektion Offenburg am Freitag mitteilte. In drei Fällen sei es zur Behinderung von Einsatzfahrzeugen gekommen. Gegen 81 Lastwagen- und 14 Autofahrer seien nun entsprechende Bußgeldverfahren eingeleitet worden.

Lesen Sie hier: Polizei in Baden-Württemberg verschärft Überwachung von Rettungsgassen

2017 waren die Strafen für Autofahrer, die keine Rettungsgasse bilden, verschärft worden. Es drohen nach Angaben des Innenministeriums vom Februar nun Bußgelder von 200 bis 320 Euro sowie zwei Punkte in der Verkehrssünderdatei in Flensburg. Zudem ist den Angaben zufolge ein Monat Fahrverbot möglich, wenn Retter behindert oder gefährdet werden.

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