Rembrandtschulzentrum Stuttgart-Möhringen Die Sporthalle bleibt vorerst geschlossen

Von Eileen Breuer 

Obwohl bald die Schule wieder beginnt, muss die Turnhalle erst mal geschlossen bleiben. Auch die Vereine müssen nach Ausweichmöglichkeiten Ausschau halten. Der Grund dafür ist dieses mal jedoch nicht das tropfende Dach.

Die Rembrandthalle ist bis auf Weiteres gesperrt. Der Boden hat sich abgesenkt. Das bedeutet Unfallgefahr. Foto: Eileen Breuer
Die Rembrandthalle ist bis auf Weiteres gesperrt. Der Boden hat sich abgesenkt. Das bedeutet Unfallgefahr. Foto: Eileen Breuer

Möhringen - Keiner darf derzeit die Halle betreten, kein Ball darin rollen, kein Trampolin aufgestellt werden. Der Grund: Der Boden der Rembrandthalle ist nicht mehr eben. An den Öffnungen, in die man die Stangen für Turngeräte wie das Reck steckt, hat sich der Boden abgesenkt. Dadurch entstehen Stolperfallen. Bevor wieder regelmäßig geturnt oder Volleyball gespielt werden darf, muss dieser Schaden behoben werden.

„Ich gehe davon aus, dass die Sporthalle in den ersten Schulwochen nicht benutzt werden kann“, sagt Philipp Forstner vom Schulverwaltungsamt. Er vermutet, dass das Spielfeld auch noch zwei bis drei Wochen nach den Ferien gesperrt bleiben muss. In dieser Zeit werden die Trennvorhänge ausgebessert. Die Erneuerung des Bodens verzögere sich aber noch, da die beauftragte Firma erst zu einem späteren Zeitpunkt sanieren kann. Man schaue aber gemeinsam mit dem Hochbauamt, ob die Halle vorerst wieder freigegeben werden kann.

Die Sporthalle am Königin-Charlotte-Gymnasium (KCG) und an der Riedseeschule ist groß. Sie besteht nämlich aus drei Einheiten, die durch Vorhänge voneinander abgetrennt werden können. Dementsprechend ist es schwer, Ersatz zu finden.

Schule verlegt Sportunterricht nach draußen und ins Klassenzimmer

Da der Unterricht bald startet, müssen Alternativen her. Die Schulleiterin des KCG, Andrea Funke-Fuchs, hat da mehrere Ideen: „Wenn das Wetter uns keinen Strich durch die Rechnung macht, kann der Sportunterricht auch draußen stattfinden.“ Dafür steht an der Schule ein Beachvolleyballfeld, ein Sportplatz, Tischtennisplatten und der Schulhof zur Verfügung. Die Schulleiterin kann sich aber auch vorstellen, dass die Lehrer den Sportunterricht ins Klassenzimmer verlegen und die Schüler dort Übungen machen. „Aber das ist dann halt nicht das, was im Lehrplan vorgesehen ist.“

Funke-Fuchs empfindet die Situation als „nicht sehr dramatisch“. Die Bodenschäden seien nicht neu: „Wir leben mit den Schäden seit vier Jahren.“ Und auch den Vereinen sind die Schäden schon länger bekannt, sagt Herbert Leide von der Handballabteilung des SV Stuttgarter Kickers. „Man hat gewusst, dass der Hallenboden nicht das Gelbe vom Ei ist“, sagt der Torwarttrainer und Organisator. Das Schulverwaltungsamt habe nun erst nach der Prüfung durch das Hochbauamt von den schwerwiegenden Schäden am Boden erfahren.

Vereine weichen in andere Hallen aus und rücken zusammen

Die Handballer nutzen die Halle nicht nur für das Training, sondern auch für Spiele. Da nun die Saison der Ballsportler beginnt, müssen die Spieltage am Wochenende verlegt werden. Für den 16. und 17. September hat sich eine Ausweichmöglichkeit in Vaihingen ergeben. Die Handballer werden ihre Gegner an diesem Wochenende in der Fanny-Leicht-Halle empfangen. „Es bleibt also alles so, wie es ist. Nur der Ort ändert sich“, sagt Leide.

Für das Training müssen die Sportler aber andere Möglichkeiten in Erwägung ziehen. Eine davon ist, dass zwei Mannschaften zusammen trainieren. „Man muss da eben ein bisschen zusammenrücken“, sagt Leide. Er hofft, dass die Halle in Möhringen spätestens bis zum 24. September wieder betreten werden kann.

Die Halle soll nicht abgerissen werden

Der kaputte Boden ist nicht der einzige Schaden, der in der Halle entstanden ist. 2011 tropfte es von der Decke. Das Dach war undicht. Das eingedrungene Wasser hatte auch die Elektrik in Mitleidenschaft gezogen. Damals wurde geprüft, ob eine Reparatur noch wirtschaftlich ist.

Einen Abriss der alten Halle und den Bau einer neuen fasst man derzeit nicht ins Auge, sagt Forstner vom Schulverwaltungsamt: „Die Frage nach einem Neubau stellt sich erst, wenn die Umbaumaßnahmen nicht mehr wirtschaftlich sind.“ Auf die Frage, ob sie sich eine neue Sporthalle wünsche, sagt die Schulleiterin Funke-Fuchs: „Wünschen kann man sich viel.“ Sie kennt aber den großen Sanierungsbedarf an den Stuttgarter Schulen, dem sie Vorrang einräumt.

Das Schulverwaltungsamt interessiert sich nun vorrangig dafür, den Hallenbetrieb wieder sicherzustellen.

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