Rotary Club Ludwigsburg feiert 50-jähriges Bestehen Graue Männer in Anzügen

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Der Rotary Club Ludwigsburg feiert in diesem Jahr 50-jähriges Bestehen. Im Interview erzählt dessen Präsident Johannes Leßmann, wie der Männerclub funktioniert.

Ludwigsburg - Der Rotary Club Ludwigsburg feiert in diesem Jahr 50-jähriges Bestehen. Der derzeitige Präsident Johannes Leßmann ist dem Club 2001 beigetreten. Im Interview erzählt er, wie der Männerclub funktioniert und was er in Ludwigsburg bisher bewirkt hat.

Herr Leßmann, was ist der Rotary Club?
Der erste Rotary Club ist 1905 in Chicago gegründet worden. Eine Gruppe wohlhabender und einflussreicher Männer ist dort zusammengetreten, um ihr Geld für einen guten Zweck einzusetzen. Und das tun wir heute noch. Wir setzen unser Geld und unseren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Einfluss dafür ein, die Welt etwas besser zu machen.
Sie setzten ihr eigenes Geld ein?
Ja. Einmal jährlich ruft der Club zu einer Spende auf. Wie viel jeder spendet, bleibt ihm überlassen. Aus diesem eigenen Spendentopf finanzieren wir dann unsere Projekte. Bei größeren Initiativen schließen sich mehrere Clubs zusammen, um die Idee umzusetzen. Außerdem haben wir auch Kooperationen mit örtlichen Vereinen und dem Bundeswirtschaftsministerium.
Und was für gute Taten sind das ?
Wir unterstützen Projekte vor Ort, in der Region und auf der ganzen Welt. Der Rotary Club in Ludwigsburg hat zum Beispiel den Aufbau einer Berufsschule in Lima oder ein Projekt zur Wasseraufbereitung in Namibia finanziert. In Ludwigsburg haben wir die Ludwigstafel mitinitiiert und unterstützen regelmäßig finanziell den Kinderschutzbund sowie die Charlottenkrippe.
Das klingt jetzt nach grauhaarigen Herren in Anzügen....
Ein Stück weit sind wir das. Die Aufnahmebedingungen sind recht streng. Potentielle Mitglieder werden von anderen Mitgliedern vorgeschlagen. Außerdem muss ein neues Mitglied einen gewissen Status haben und eine Persönlichkeit sein. Und wir achten darauf, dass wir eine gute Mischung aus allen Berufsgruppen haben, sowie dass die Zahl der Mitglieder – wir nennen uns untereinander Freunde – nicht zu groß wird. Derzeit sind wir 71 Männer.
Sie nennen sich Freunde?
Ja, neben dem sozialen Aspekt, dem Gemeindienst, ist der Rotary Club ein Netzwerk aus Freunden. Wir treffen uns einmal in der Woche zum Mittagessen, unterhalten uns und tauschen uns aus. Einmal im Monat sind auch die Partnerinnen zu den Treffen eingeladen.
Haben Sie denn auch weibliche Mitglieder?
Der Club in Ludwigsburg besteht nur aus Männern. Seit 1989 werden in den Rotary Clubs weltweit aber auch Frauen zugelassen. Bei uns hat es sich allerdings noch nicht ergeben, dass eine Frau mitmacht.



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