S-Bahn-Parkhaus in Filderstadt-Bernhausen 40 Parkplätze vorsorglich gesperrt

Von Thomas Krämer 

Am Dienstag sind bei einer Routinekontrolle im S-Bahn-Parkhaus in Filderstadt-Bernhausen Risse in einem Träger entdeckt worden. Wo kommen die her und wie geht es nun weiter?

Absperrbänder kennzeichnen den Bereich, auf dem nicht geparkt werden kann. Foto: Thomas Krämer
Absperrbänder kennzeichnen den Bereich, auf dem nicht geparkt werden kann. Foto: Thomas Krämer

Bernhausen - Wer in diesen Tagen sein Fahrzeug im P+R-Parkhaus am S-Bahnhof in Bernhausen abstellen will, hat zurzeit möglicherweise mehr Probleme, einen freien Parkplatz zu finden. Rund 40 der insgesamt 350 Stellplätze sind seit Dienstag mit weiß-roten Plastikbändern abgesperrt. Der Grund dafür sind Schäden an einem der innen liegenden, senkrechten Stahlträger im östlichen Bereich des Gebäudes. „Bei seiner regelmäßigen Routinekontrolle hat der Parkwächter in zwei Geschossen rund eineinhalb Meter lange Risse entdeckt“, sagt Jan Meier von den Stadtwerken Filderstadt, die das Parkhaus betreiben. Vorsorglich habe man in diesem Bereich mobile Stützen aufgestellt, um den Träger zu entlasten und weitere Schäden zu vermeiden. Parken ist dort jedoch vorerst nicht möglich. „Für die Sicherheit besteht keine Gefahr“ betont Meier, der sofort Fachingenieure hinzugezogen hat, um den Schaden begutachten zu lassen. Die Ingenieure nehmen nun auch weitere Teile des Parkhauses genau unter die Lupe. „Dabei wurde eine Stelle mit Korrosion im Bereich der Ladesäule entdeckt“, sagt Meier.

Die Stadtwerke wollen größeren Schäden vorbeugen

Ersten Vermutungen zufolge liegt die Ursache für die Risse 20 Jahre zurück, als das Parkhaus gebaut wurde. „Möglicherweise sind damals bei Schweißarbeiten Spannungen im Rohr erzeugt worden, die über die Jahre hinweg zu den nun sichtbaren Rissen geführt haben“, sagt der Stadtwerke-Chef, der nach eigenen Worten im ersten Moment selbst überrascht war. Unklar ist, wie schnell diese Risse aufgetreten sind. Man arbeite mithilfe von Fachleuten nun mit Hochdruck an einer Lösung, wie der Schaden behoben werden könne. „Wir wissen, wie wichtig die Parkplätze sind“, sagt Meier. Weitere Sperrungen seien nach jetzigem Stand nicht notwendig, gibt er die Aussagen der Fachleute wieder.

Bereits im Herbst hatten die Stadtwerke eine Untersuchung über den Zustand des Parkhauses in Auftrag gegeben, die Grundlage für einen Instandhaltungsplan sein soll. Meier will damit vermeiden, dass einmal aus kleinen größere – und damit teurere – Schäden werden.




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