Satire-Portal „Der Postillon“ macht sich über Stuttgart lustig

Von noa 

Die jüngsten Skandale rund um die Autoindustrie nimmt das Satire-Portal „Der Postillon“ zum Anlass, die baden-württembergische Landeshauptstadt auf die Schippe zu nehmen.

Der Feinstaub in Stuttgart bietet Stoff für Satire. Foto: dpa
Der Feinstaub in Stuttgart bietet Stoff für Satire. Foto: dpa

Stuttgart - Es gibt Geschichten, die sind eigentlich nicht zum Lachen. Wenn die großen deutschen Autobauer Daimler, BMW und VW an Abgastests an Affen und Menschen beteiligt gewesen sind, dann sind das Schlagzeilen, die bundesweit für Empörung sorgen – aber eben auch für allerhand Spott und Ironie. Gefundenes Fressen also für Satiriker wie jene vom „Postillon“: Diese nehmen in ihrem jüngsten Beitrag den aktuellen Skandal auf die Schippe – und in diesem Zuge auch Stuttgart.

„VW, Daimler und BMW geben zu: Stuttgart ist nur ein gigantisches Abgas-Experiment“, titelt „Der Postillon“ über einem seiner jüngsten Beiträge. In dem satirischen Artikel im Stil einer Agenturmeldung greift das bekannte Portal die umstrittenen Abgastests auf und bringt sie in Zusammenhang mit der seit Jahren geführten Feinstaubdebatte in der Schwabenmetropole:

„Die 612.000 Einwohner werden seit Jahrzehnten als Probanden für ein moralisch fragwürdiges Experiment genutzt: Forscher von Volkswagen, Daimler und BMW gehen dort großangelegt der Frage nach, wie viel Stickoxide, Feinstaub und andere Umweltgifte in der Atemluft dem menschlichen Körper schaden“, wird da mit Bezug auf die Luftverschmutzung in Stuttgart postuliert. Und auch die Beziehung der Schwaben zur hiesigen Wirtschaft veralbert der „Der Postillon“: Die Wahl sei seinerzeit auf Stuttgart gefallen, weil die Stadt sich niemals gegen Wünsche der Industrie stellen würde, so die Satiriker.

Es ist nicht das erste Mal, dass „Der Postillon“ Themen, die Stuttgart bewegen, satirisch aufarbeitet. So wurde bereits die Verspätung von Stuttgart 21 („Chefs von Stuttgart 21 und BER haben gigantische Wette am Laufen“) veräppelt. Und auch vor dem VfB Stuttgart macht der Humor des Magazins nicht Halt: Unter der Überschrift „VfB zu peinlich: Neckarstadion wird als Projekt „Stuttgart 18“ unter die Erde verlegt“ geht es in einem Beitrag aus dem Jahr 2015 vor allem darum, wie die Mercedes-Benz-Arena bald unter die Erde verlegt werden soll, weil dem VfB einfach niemand mehr zuschauen kann.

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