Sophie-Scholl-Darstellerin Luna Wedler „Es genügt eine Kleinigkeit, und es geht ein Riesen-Shitstorm los“

Luna Wedler als Sophie Scholl in dem Instagram-Projekt @ichbinsophiescholl. Foto: SWR/BR/Sommerhaus/Rebecca Rütten
Luna Wedler als Sophie Scholl in dem Instagram-Projekt @ichbinsophiescholl. Foto: SWR/BR/Sommerhaus/Rebecca Rütten

Das Internet ist ein gefährlicher Ort! Das sagt Luna Wedler, die in einer Instagram-Serie die Rolle der Widerstandskämpferin Sophie Scholl spielt. Wovor sie Angst hat, verrät die Schweizerin, die auch in der Hauptrolle der Netflixserie „Biohackers“ zu sehen ist, im Interview.

Kultur: Gunther Reinhardt (gun)
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Stuttgart/Berlin - Die Schweizer Schauspielerin Luna Wedler (21) fürchtet sich davor, dass die Instagram-Serie „Ich bin Sophie Scholl“, in der sie die Widerstandskämpferin darstellt, schon bei einem kleinen Fehler einen Sturm der Entrüstung auslösen könnte. „Allein zehn Leute kümmern sich um den Instagram-Account“, sagte sie im Zoom-Interview mit unserer Zeitung: „Wir bilden das Leben von Sophie Scholl in Echtzeit ab. Wenn man eine historische Figur für so ein Projekt zurückholt, sollte alles stimmen – auch das kleinste Detail am Set.“ Der Aufwand sei sehr viel größer als bei normalen Dreharbeiten: „Schließlich haben wir es hier mit dem Internet zu tun – und das ist eine echt gefährliche Welt. Es genügt eine Kleinigkeit, und es geht ein Riesen-Shitstorm los.“

„Ich bin Sophie Scholl“ und „Biohackers“

Wedler ist nicht nur in dem gemeinsamen Projekt vom Bayerischen und Südwestdeutschen Rundfunk im Instagram-Kanal @ichbinsophiescholl zu sehen, sondern spielt auch wieder die Hauptrolle in der zweiten Staffel der Netflix-Serie „Biohackers“, die am Freitag, 9. Juli, startet. Ihren Gegenpart spielt Jessica Schwarz. „Vor ein paar Jahren hätte man solche Rollen bestimmt noch mit Männern besetzt. Es ist wunderbar, dass es endlich auch solche Frauenfiguren in Thrillern gibt“, sagte Wedler den Zeitungen. Gute Frauenrollen wäre immer noch selten, aber es sei inzwischen einiges passiert: „Ich wurde in eine Generation hineingeboren, die von all dem profitiert, was sich Frauen in den Generationen zuvor erkämpfen mussten“, so Wedler: „Was ich mache, hätte meine Mutter nie machen können, und meine Oma hätte davon noch nicht einmal zu träumen gewagt. Es ist allerhöchste Zeit für diesen Wandel.“




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