Stuttgart erlaubt Feuerwerk An Silvester darf in der Stadt geknallt werden

Von Tom Hörner 

Leute, die sich eine Neujahrsfeier ohne Böller und Feuerwerksraketen nicht vorstellen mögen, können aufatmen. In Stuttgart darf an Silvester geknallt werden. Die Stadt bittet allerdings um Zurückhaltung.

Feuerwerksraketen über dem Schlossplatz Foto: Lichtgut
Feuerwerksraketen über dem Schlossplatz Foto: Lichtgut

Stuttgart - Für die einen ist die Silvesterknallerei ein schöner Brauch, der einfach dazugehört, um das alte Jahr zu vertreiben und das neue Jahr willkommen zu heißen. Andere wiederum bekommen schon beim Gedanken an die Ballerei Kopfweh. Für sie ist das alljährliche Silvesterfeuerwerk Lärmbelästigung, Umweltverschmutzung und Geldverschwendung.

„Die Rechtslage sieht ein Verbot nicht vor“

Auch bei der Stadt Stuttgart hat man sich über die negativen Auswirkungen des Silvesterfeuerwerks Gedanken gemacht - und ist zum Schluss gekommen, es nicht verbieten zu wollen, ja womöglich es gar nicht verbieten zu können. Man habe die kritischen Aspekte sehr wohl im Blick, sagt Ordnungsbürgermeister Martin Schairer: „Wir haben geprüft, inwieweit Verbote des Feuerwerks im öffentlichen Raum möglich sind. Die Rechtslage gibt dies für Stuttgart aktuell nicht her.“

Grundlage ist das Sprengstoffrecht

Grundlage für eine solche Entscheidung sei das Sprengstoffrecht, das vor allem dem Lärm- und Brandschutz diene. Das Sprengstoffrecht ermögliche ein Verbot in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen sowie bei Reet- und Fachwerkhäusern. Schairer: „Wichtig ist, dass die Einhaltung auch kontrolliert und sanktioniert wird. Hierzu haben wir mit der Polizei noch keine praktikable Lösung gefunden.“ Ein Verbot zur Luftreinhaltung, wie das von manchen gewünscht wird, sehe weder das Sprengstoffrecht noch das Immissionsschutzrecht vor.

41 Einsätze im vergangenen Jahr

Insofern belässt es die Stadt bei einer Mahnung an die Bürgerinnen und Bürger. Schairer: „Jeder sollte sich bewusst sein, was das Feuerwerk in seinem Umfeld, ja in seiner Umwelt auslösen kann.“

Beim Jahreswechsel 2017/2018 musste die Feuerwehr im Stadtgebiet zu 41 Einsätzen ausrücken. Rettungswagen und Notärzte waren wie alle Jahre wieder pausenlos im Einsatz.

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