Trotz der Inzidenz über 50 Reges Treiben in der Göppinger City

Etliche Kunden nutzten  das sonnige Wetter zu einem ersten Einkauf. Foto: Tilman Ehrcke/Staufenpress
Etliche Kunden nutzten das sonnige Wetter zu einem ersten Einkauf. Foto: Tilman Ehrcke/Staufenpress

Im Landkreis Göppingen haben die Läden am Montag wieder fast uneingeschränkt öffnen dürfen, obwohl der Inzidenzwert bei 57,3 liegt. Die Begründung des Landrats: der hohe Wert sei auf einzelne Hotspots zurückzuführen.

Region: Kai Holoch (hol)
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Göppingen - Etwas überraschend war am Sonntag die Nachricht aus dem Göppinger Landratsamt gekommen, dass auch im dortigen Landkreis die Läden am Montag wieder fast uneingeschränkt öffnen durften. Denn der Inzidenzwert rund um Göppingen war am Wochenende auf 57,3 gestiegen. Der Landrat Edgar Wolff hatte die Entscheidung damit begründet, dass der hohe Wert auf einzelne Hotspots zurückzuführen sei. Deshalb lasse die Verordnung des Landes trotz des Inzidenzwerts über 50 eine Öffnung der Geschäfte zu.

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Die Chance, einmal wieder in eine fast vollständig geöffnete Innenstadt oder in einen der großen Märkte am Stadtrand zu gehen, haben die Göppinger am Montag ausgiebig genutzt. Schon gegen 11 Uhr waren nahezu alle Parkplätze vor dem Obi-Baumarkt belegt. Auch in der City herrschte reges Treiben, vom nach wie vor existierenden Lockdown keine Spur. Fast ungestört war man zu diesem Zeitpunkt am ehesten noch bei Möbel-Rieger.

Der OB warnt: Geschäfte brauchen Planungssicherheit

Durchaus zurückhaltend äußerte sich am Montag der Göppinger Oberbürgermeister Alex Maier (Grüne) zu der Entscheidung von Landrat Wolff: „Der Landkreis erlaubt Öffnungen mit der Begründung, dass der hohe Inzidenzwert auf einzelne Infektionsgeschehen zurückzuführen ist. Insofern ist das aus meiner Sicht durchaus nachvollziehbar und aus Sicht des Einzelhandels auch zu begrüßen.“ Allerdings, so fügt er hinzu: „Schwierig wird es dann, wenn die Zahlen steigen.“ Ab wann eine höhere Inzidenz zu Schließungen führe, sei im Moment noch unklar. Maier: „Hier müssen Landratsamt und Gesundheitsamt erklären, wie genau sie sich das vorstellen.“ Neben der Hauptpriorität, dem Infektionsschutz, brauchten Einzelhandel und Einrichtungen auch eine gewisse Planungssicherheit. Maier: „Jetzt ein Geschäft hochzufahren, um es in wenigen Tagen wieder zu schließen, wird die Akzeptanz von Maßnahmen eher nicht erhöhen.“




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