Unfall in Winnenden Fahrschüler hat doppeltes Pech

Bei der Unfallaufnahme stießen die Polizisten auf „Ungereimtheiten“. Foto: Phillip Weingand/StZN
Bei der Unfallaufnahme stießen die Polizisten auf „Ungereimtheiten“. Foto: Phillip Weingand/StZN

Ein 19-Jähriger und sein Fahrlehrer halten an einem Stoppschild ordnungsgemäß an, dann fährt ihnen ein anderes Auto auf. Trotzdem drohen dem jungen Mann jetzt Konsequenzen.

Rems-Murr: Phillip Weingand (wei)
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Winnenden - Obwohl er die Verkehrsregeln befolgt hat, muss ein 19 Jahre alter Fahrschüler nach einem Unfall in Winnenden (Rems-Murr-Kreis) jetzt mit Konsequenzen rechnen. Der junge Mann war am Mittwoch gegen 17.30 Uhr vorschriftsgemäß an einem Stoppschild an der Waiblinger Straße angehalten. Dies erkannte ein 24 Jahre alter Nissan-Fahrer hinter ihm jedoch zu spät – der Nissan fuhr auf das Fahrschulauto auf.

Verletzt wurde bei dem Unfall niemand, der Sachschaden beträgt rund 4000 Euro. Viel gravierender für den Fahrschüler: Als die Polizisten den Unfall aufnahmen, ergaben sich „bei ihm konkrete Verdachtsmomente einer Drogenbeeinflussung“, wie es im Polizeibericht heißt. „Ein Vortest hat ergeben, dass er Cannabisprodukte konsumiert hatte“, so ein Polizeisprecher.

Wer hat Schuld am Unfall? Daran ändern die Drogen nichts

Der Pechvogel musste eine Blutuntersuchung über sich ergehen lassen. Sollte auch diese positiv ausfallen, droht ihm ein Fahrverbot und ein Bußgeld. Auch die Führerscheinstelle könnte weitere Sanktionen beschließen, zum Beispiel den Führerschein des 19-Jährigen nicht zuzulassen oder von dem jungen Mann ein Drogenscreening zu verlangen.

Auf die Frage, wer an dem Unfall die Schuld trägt, hat all dies übrigens keinen Einfluss. „Wir gehen davon aus, dass der 19-Jährige und der Fahrlehrer sich in der Situation korrekt verhalten haben“, so der Polizeisprecher.




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