Darf man das? In einem anderen Bundesland zur Impfung

Zur Impfung in ein anderes Bundesland? Foto: stockwerk-fotodesign / shutterstock.com
Zur Impfung in ein anderes Bundesland? Foto: stockwerk-fotodesign / shutterstock.com

Muss man sich im eigenen Landkreis und im eigenen Bundesland impfen lassen? Oder kann man auch nach auswärts ausweichen? Diese Fragen beantworten wir im Artikel.

Digital Unit: Lukas Böhl (lbö)
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Darf man sich in einem anderen Landkreis impfen lassen?

Grundsätzlich müssen Sie sich nicht in dem Landkreis impfen lassen, in dem Sie wohnen. Da der Impfstoff momentan immer noch knapp ist, hängt die Terminvergabe von der jeweiligen Kapazität der Impfzentren ab. Es besteht also keine Garantie, einen Impftermin im nächstgelegen Impfzentrum in Ihrem Landkreis zu bekommen. Ältere und in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen können aus diesem Grund eine Krankenfahrt buchen, sofern sie auch die Fahrten zum Hausarzt bezahlt bekommen. Im Moment gilt dieser Anspruch in Baden-Württemberg jedoch nur für über 80-Jährige. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Seite des Staatsministeriums. Auch die Impfung bei einem Arzt muss nicht im eigenen Landkreis stattfinden, da die Praxen die Termine selbst vergeben können. Allerdings ist es angesichts der aktuellen Situation eher unwahrscheinlich, auf gut Glück in einer beliebigen Praxis einen Termin zu erhalten.

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Darf ich mich in einem anderen Bundesland impfen lassen?

Das hängt vom Bundesland ab. Während manche Länder die Impfung für Bürger aus anderen Bundesländern ausschließen, ist es in anderen Ländern wie Baden-Württemberg, welche die zentrale Hotline 116 117 sowie die zentrale Terminvergabe über www.impfterminservice.de nutzen, theoretisch möglich, in anderen Bundesländern einen Termin zu vereinbaren. Auch die Impfung bei einem Hausarzt kann in einem anderen Bundesland erfolgen, sofern man einen Termin bekommt. Zum jetzigen Zeitpunkt sollte sich im Idealfall aber jeder Bürger in dem Bundesland impfen lassen, in dem er wohnt oder gegebenenfalls arbeitet. Denn der Impfstoff wird laut Angaben des Staatsministeriums Baden-Württemberg nach einem Bevölkerungsschlüssel auf die Bundesländer verteilt. Das heißt, es wird sich an der Einwohnerzahl orientiert. Würden sich also viele Menschen in einem anderen Bundesland impfen lassen, käme es zu einem Ungleichgewicht. Wie genau die Organisation und Vergabe der Impftermine in den einzelnen Bundesländern erfolgt, erfahren Sie auf der Übersichtsseite der Bundesregierung. Von dort aus gelangen Sie zu den Informationsangeboten der Länder.

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