Baden-Württembergischer Landtag SPD-Chef will AfD im Plenum öfter ignorieren

Von red/dpa 

„Die Würde des Landtags steht auf dem Spiel“, sagt SPD-Chef Andreas Stoch zu den zunehmenden Provokationen der AfD. Er schlägt daher seinen Fraktionskollegen vor, öfter zu AfD-Behauptungen zu schweigen.

Ein dröhnendes Schweigen kann wirksamer sein als tausend Worte“, sagt SPD-Chef Andreas Stoch Foto: picture alliance/dpa
Ein dröhnendes Schweigen kann wirksamer sein als tausend Worte“, sagt SPD-Chef Andreas Stoch Foto: picture alliance/dpa

Stuttgart - Baden-Württembergs SPD-Landeschef Andreas Stoch schlägt vor, häufiger zu AfD-Debatten im Landtag zu schweigen. „Wenn wir glauben, auf alle Behauptungen eingehen zu müssen, geben wir ihnen erst die Bühne, um ihren Unfug ausbreiten zu können“, sagte Stoch am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. „Wir werten die AfD auch ein Stück auf, indem wir auf ihre Provokationen einsteigen.“ Angesichts zunehmender Provokationen der AfD stehe die Würde des Landtags auf dem Spiel.

„Dröhnendes Schweigen“

„Man wolle sich aber nicht dem demokratischen Diskurs entziehen - es gebe Themen, wo man die AfD widerlegen müsse. Aber manchmal könne Schweigen sinnvoller sein. „Ein dröhnendes Schweigen kann wirksamer sein als tausend Worte.“

Stoch rief die Fraktionschefs von Grünen, CDU und FDP am Freitag in einem Schreiben zu einem Treffen nach der Sommerpause auf, um den Umgang mit der AfD zu beraten. „Wir haben uns viel zu lange viel zu viel bieten lassen“, heißt es in dem Brief.

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