Christiane Krüger wird 75 Prototyp des Fräuleinwunders

Von red/dpa 

1967 feierte die Tochter von Hardy Krüger ihr Filmdebüt – in einem Thriller. Auch danach war Christiane Krüger, die nun 75 Jahre alt wird, als kühle Blonde oft in Krimis und Thrillern zu sehen. Mit etwas ganz anderem aber kam sie mal in Oscar-Nähe.

Christiane Krüger, hier im Jahr 2011, hat oft die kühle Blonde gespielt. Foto: dpa/Ursula Düren 10 Bilder
Christiane Krüger, hier im Jahr 2011, hat oft die kühle Blonde gespielt. Foto: dpa/Ursula Düren

München - Wenn es von Anfang der 1970er Jahre bis Mitte der 1990er Jahre in TV-Krimis die Rolle der „kühlen Blonden“ zu besetzen gab, war Christiane Krüger gern die erste Wahl. Man sah sie in „Der Kommissar“ und im „Sonderdezernat K 1“, bei „Der Alte“, „Derrick“ und im „Tatort“. Stets umwehte die in Hamburg geborene Schauspielerin ein Hauch geheimnisvoller Erotik. Am Dienstag, 8. September 2020, wird Krüger, die heute am Starnberger See wohnt, 75 Jahre alt.

In die Wiege gelegt

Das schauspielerische Talent dürfte Christiane Krüger – als Tochter von Hardy Krüger und Renate Densow – in die Wiege gelegt worden sein. Das handwerkliche Rüstzeug holte sich die Künstlerin dagegen bei der Schauspiellehrerin Else Bongers in Berlin. Nach mehreren Theater-Engagements feierte sie bereits im Jahr 1967 ihr Filmdebüt – in Klaus Lemkes Erstlingswerk „48 Stunden bis Acapulco“. Trotz durchwachsener Kritiken ebnete der Thriller Krügers Karriereweg.

Es folgten: die Edgar-Wallace-Adaption „Der Mann mit dem Glasauge“, die starbesetzte deutsch-amerikanische Co-Produktion „Das ausschweifende Leben des Marquis de Sade“ sowie der italienisch-deutsche Krimi „Das Gesicht im Dunkeln“, in dem sie an der Seite von Klaus Kinski spielte.

Sogar für den Oscar nominiert

Nach dem Vorbild ihres Vaters drehte auch Christiane Krüger häufig im Ausland. Durch Serien wie dem 13-teiligen französischen TV-Hit „Christa“ avancierte die Hanseatin zum Prototyp des deutschen „Fräuleinwunders“. Ihren größten Filmerfolg feierte sie allerdings in dem amerikanisch-jugoslawisch-deutschen Film „Sie nannten sie kleine Mutter“ aus dem Jahr 1973, in dem sie die Rolle der Evita Perón spielte. Obwohl sie für einen Oscar nominiert wurde, blieben weitere Hauptrollen Mangelware.

So ging sie Anfang der 1980er Jahre mit der Komödie „Auf und davon“ gemeinsam mit Horst Janson auf große Theatertournee. Es war der Start einer langen und erfolgreichen Zusammenarbeit der beiden Stars, die mehrere Tourneen umfasste und 1992 im Fernsehen mit der Serie „Zwei Schlitzohren in Antalya“ fortgesetzt wurde. Seit den 2000er Jahren hat sich Krüger weitgehend aus dem Film- und Fernsehgeschäft zurückgezogen.




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